Auch im letzten Auswärtsspiel der Hinrunde keine Punkte für HSV

Allmählich wird die Luft dünn für den HSV Hockenheim in der Handball-Badenliga. Nach der 22:26 (11:13)-Niederlage am Samstagabend bei der SG Pforzheim/Eutingen 2 bleibt die Punkteausbeute in fremder Halle verheerend, da die Rennstädter auch im letzten Hinrundenspiel auswärts nicht die Trendwende schafften. Obwohl die Mannschaft von Trainer Admir Kalabic eine über weite Strecken engagierte Leistung zeigte, bleibt der HSV nach der sechsten Auswärtspleite in Folge Tabellenvorletzter.

 

Dabei sah es in der Konrad-Adenauer-Sporthalle in Pforzheimgegen den bis dato Drittletzten der Badenliga von Beginn an noch nach einem möglichen Umschwung aus. Im Anschluss an das schnelle 2:0 für den HSV durch Tim Anschütz und Rouven Müller und den Anschlusstreffer von Pforzheims Nik Wittke, schraubten die Gäste ihre Führung dank eines Vier-Tore-Laufs und guter Deckung bis zur 9. Spielminute auf 6:1 aus HSV-Sicht nach oben. Auch zwei Siebenmetertore durch Michael Gerlich zum zwischenzeitlichen 6:3 änderten nichts an den Kräfteverhältnissen, da erneut Müller, Rouven Hoffmann und Florian Rech kurzerhand bis Mitte der ersten Hälfte auf 9:3 für den HSV erhöhten. Nach dem 10:4-Treffer via Siebenmeter durch Mittelmann Eric Erles zehn Minuten vor der Pause geriet der HSV jedoch wieder in altes Fahrwasser: die von Trainer Kalabic im Vorfeld befürchtete „Auszeit“ nahmen sich seine Jungs diesmal zur Abwechslung schon vor dem Pausentee. Innerhalb weniger Minuten egalisierte die junge SG-Reserve auch dank zweier Überzahlsituationen die komfortable Führung des HSV zum 10:10 durch Tim Kusch fünf Minuten vor der Halbzeit und ging nach der Auszeit von HSV-Coach Kalabic sogar dankeines Siebenmetertreffers des Rechtsaußen erstmals in Front. Trotz zunächst beruhigender Führung zu Beginn stand es zur Pause 11:13 aus HSV-Sicht.

 

Nach dem Seitenwechsel bauten die Gastgeber ihre Führung bis zur nächsten Auszeit Kalabics auf 17:12 aus. Die Worte des HSV-Trainers zeigten daraufhin Wirkung, ab der 40. Minute verkürzten Müller und Hoffmann mit ihren Treffern für die Blauen sukzessive auf 15:17. Trotz der zumindest fragwürdigen roten Karte gegen Pforzheims besten Werfer Kusch nach einer vermeintlichen Tätlichkeit in Minute 43 kam der HSV anschließend nicht näher heran, in Folge von Müllers sechstem Tor zum 17:19 konnte sich die Spielgemeinschaft dank der Treffer von Vincent Wohlfarth und Paul Lupus Mitte des zweiten Durchgangs wieder etwas absetzen (17:21). Neun Minuten vor dem Ende schien Torhüter Adam Studentkowski mit seinem Wurf ins verwaiste Tor zum 18:24 aus HSV-Sicht den Sack für die Hausherren zugeschnürt zu haben, doch eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Wohlfahrt und drei Tore in kurzer Zeit durch Hoffmann, Erles und Denis Kalabic nährten nochmals die HSV-Hoffnung auf Auswärtspunkte beim Stand von 21:24 und noch fünf Minuten Spielzeit. Doch das Ruder in der Endphase nochmals zu ihren Gunsten herumreißen konnten die Rennstädter nicht, nur Anschütz netzte zwei Minuten vor der Schlusssirene ein weiteres Mal für Hockenheim ein (22:25). Den Schlusspunkt zum 26:22 für die SG Pforzheim/Eutingen 2 setzte anschließend Rückraumschütze Wohlfahrt.

 

„Wir hatten einen super Beginn, bis zum 10:4 lagen wir gut in Führung. Danach kassierten wir ein paar Zeitstrafen und der Faden riss ein wenig. Beim Stand von 10:10 ging das Spiel praktisch von Null los. Nach der Halbzeit kam wieder eine dieser schwachen Phasen, in der wir dann den Anschluss etwas verloren haben, aber bis Mitte der zweiten Hälfte lagen wir trotzdem nur mit zwei Toren zurück und es war alles drin. Insgesamt war die Abwehr über das gesamte Spiel hinweg gut. Im Angriff gingen uns mit der Zeit etwas die Ideen aus, es gab zu viele technische Fehler und Ungenauigkeiten im Passspiel. Das zieht sich leider schon durch die gesamte Saison“, resümierte HSV-Abteilungsleiter Stefan Kögel nach der Partie.

 

HSV: Robbie Sowden, Lukas Peter; Rouven Hoffmann (5Tore), Florian Rech (4), Sandro Ziegler, Tim Anschütz (2), Rouven Müller (6), Felix Gubernatis, Alexander Diehm, Eric Erles (4/3), Denis Kalabic (1).

Benedikt Klenk (bkl)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.