Handball-Badenliga: Hockenheim klarer Derbysieger gegen die HSG St. Leon / Reilingen.

In der Handball-Badenliga ist dem HSV Hockenheim beim hochverdienten 30:21 (13:6)-Heimsieg im Derby gegen die HSG St. Leon / Reilingen ein ganz wichtiger Befreiungsschlag gelungen. „Das war endlich wieder mal ein fightender HSV, so wie ganz oft in der Vergangenheit“, lobte und freute sich gleichzeitig Hockenheims Hubert Renz vom Betreuerstab. Tatsächlich haben die Hockenheimer nach einer Reihe von enttäuschenden Vorstellungen ausgerechnet in diesem Prestige-trächtigen Duell ganz neue Maßstäbe gesetzt. Das Team von Trainer Daniel Müller hat ein Großteil der Vorgaben alle umgesetzt. Von der ersten Minute an präsentierte sich der HSV mit viel Willen, Einsatzbereitschaft, aber auch mit einer gehörigen Durchschlagskraft in der Offensive den zahlreichen Zuschauern in der Rudolf-Harbig-Halle seinen Anhängern, die von einem „ganz neuen HSV“ hellauf begeistert waren. Dagegen enttäuschten die HSG-Spieler auf der ganzen Linie. Ihr Betreuer Carsten Lansche war nach den 60 Minuten angefressen: „Wir haben rein gar nichts umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Hockenheim hat auch in dieser Höhe gewonnen“, so beurteilte der Hockenheimer in HSG- Diensten die Partie.

Obwohl der HSV auch in diesem Spiel auf die immer noch angeschlagenen Akteure Philippe Schinke, Niklas Korz, Sergiu Dumitru und 55 Minuten lang auch auf Felix Gubernatis verzichten musste, entwickelte sich von Anfang an ein einseitiges Spiel, das vom unbedingten Sieges-Willen des HSV geprägt war. Noch selten hatten die HSV-Fans einen solch konzentriert agierenden Abwehr-Verband erleben dürfen, wie an diesem denkwürdigen Abend. Minutenlanger Beifall nach dem Schlusspfiff hat man in dieser Saison lange nicht mehr erleben dürfen.

Der Hockenheimer Sieg hatte Namen. Da stand mit David Rojban ein Keeper zwischen den Pfosten, der nicht nur 23 HSG-Würfe abwehren konnte, sondern auch lautstark seine Vorderleute dirigierte und das Duell mit seinen HSG-Konkurrenten um Längen gewann. Da wuchsen mit Max Rausch (6 Treffer), Pascal Freiseis (5) und Simon Gans (8) Rückraumwerfer in den Vordergrund, die ihre „Künste“ lange Zeit verborgen hatten und da stand plötzlich mit Marius Meyer ein Defensiv-Spieler in der Leistungsbewertung ganz weit vorn, der nicht nur lautstark seine Mitspieler anwies, sondern zusätzlich noch drei Tore vom Kreis platzierte. Dabei soll die Leistung der anderen Hockenheimer keinesfalls geschmälert werden. „Wir haben heute als tolles Team den Gegner bezwungen. Diese Gesamtleistung macht mich zuversichtlich“, sprach auch Hockenheims Team-Manager Manuel Haasis ein Gesamtlob aus. Dagegen herrschte auf der HSG-Seite nur Frust. „Wir haben zu keiner Phase Normalleistung abgeliefert. Das war eine enttäuschende Vorstellung ausgerechnet in diesem wichtigen Spiel“, grantelte HSG-Coach Bernd Feldmann.

Die Hockenheimer Dominanz war von der ersten Minute an deutlich. Max Rausch eröffnete das Derby mit einem sehenswerten Kracher, Marius Meyer und Pascal Freiseis stellten auf 3:0, bevor Marek Bujdos den ersten Gäste-Treffer anbringen konnte. In der Folge profitierte die HSG mehr von HSV-Patzern und kam bis zur 16. Minute zum 6:5. Dann entwickelte sich aber ein wahrer Hockenheimer Sturmlauf bis zur 29. Minute. Da gelang der St. Leoner und Reilinger Spiel-Gemeinschaft nur ein einziger Treffer. Hockenheim erhöhte in diesen 13 Minuten auf 13:6 und sorgte für die Vorentscheidung.

Nach dem Wechsel hielt das konzentrierte HSV-Spiel an. Hockenheim baute zeitweise die Führung bis auf zehn Tore aus und hielt den Kontrahenten deutlich auf Distanz. Bis zum Schlusspfiff musste der Sieger fast keine brisante Situation überstehen. Nur eine dumme Abwehraktion von Janis Huber an Pascal Freiseis sorgte für Ärger und die rote Karte für den HSGler in einer ansonsten sehr fairen Partie.

HSV: Rojban, Lang; Freiseis (5), Anschütz (1), Schwögler, Gans (8), Balci (2), F. Gubernatis, Hess (4), Diehm (1), Dumitru, Rausch (6), Meyer (3).

HSG: Winter, Schmidt; Bujdos (4), Rausch (1), Körner, Schmitt (1), Lechner, Kikillus (4), Krepper (3), Manke, Decker (5/3), Menger (3), Huber, Antl.

teu

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.