HSV unterliegt Heddesheim mit 28:27 (13:14)

Mehr als achtbar geschlagen haben sich die Badenliga-Handballer des HSV am vergangenen Sonntag bei der SG Heddesheim. Zwar musste sich die Kalabic-Truppe nach 60 sehr intensiv geführten Minuten dem Tabellenführer und designierten Oberliga-Aufsteiger mit 28:27 (13:14) beugen, überzeugte aber über nahezu das gesamte Spiel gleichsam mit Leidenschaft und spielerischen Elementen. Dementsprechend wäre ein anderer Ausgang auch nicht unverdient gewesen.

Noch vor der Partie meinte Defensivspezialist Felix Gubernatis, dass „man endlich wie die anderen gefährdeten Mannschaften den richtigen Modus für den Kampf um den Klassenerhalt einlegen“ solle. Und genau das taten die Gäste auch. Denn vom Anpfiff weg waren die Rennstädter nämlich sofort da und führten gleich mit 2:4 (6.). Wenig später zog der HSV sogar auf 2:6 davon (8.) und überrumpelte den Spitzenreiter regelrecht mit seiner Spielweise. Getreu dem Motto „Flucht nach vorne“ ging schon jetzt das ein oder andere Kontertor auf das Konto der Kalabic-Truppe. Dennoch gab es für den Außenseiter auch eine Hiobsbotschaft zu verdauen, denn Spielführer Philippe Schinke verletzte sich früh und war nicht mehr einsatzfähig. Daraufhin legten die Hausherren zu und ließen den Vorsprung der Gäste zunächst schmelzen (10:12/ 25.). Der HSV baute seine Führung zwar ein weiteres Mal durch einen blitzschnellen Doppelschlag von Simon Gans und Sandro Ziegler auf vier Tore aus, doch die SG schaffte bis zur Halbzeit noch den Anschlusstreffer.

Die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehörte dann eindeutig den Gastgebern und selbige holten sich das Momentum wieder auf ihre Seite (18:16/ 36.). Während im ersten Teilabschnitt noch saubere Kreuzbewegungen aufgezogen wurden, zeigten sich die Rennstädter offensiv zunächst nicht mehr dynamisch und geduldig genug. Aber mit ausreichend Kampfgeist und einer stabilen Defensive blieb die Kalabic-Truppe dran. Der brandgefährliche Simon Gans warf sogar wieder zum Remis ein (18:18/ 38.). Daraufhin antwortete Heddesheim allerdings mit einem 4:0-Lauf zum 22:18 (43.) und die nächste schlechte Nachricht sollte sogleich folgen. Denn wenig später schied auch noch Gans mit Fußproblemen aus, der mit seinen leichten Treffern für Entlastung sorgte, und somit verblieb der angeschlagene Björn Skade als letzte Option. Den HSV brachte das jedoch erneut nicht aus der Ruhe und die Gäste ließen ihrerseits drei Tore hintereinander folgen (22:21/ 46.). Aber dennoch sahen sich die Rennstädter wenige Zeigerumdrehungen später einem Drei-Tore-Nachteil ausgesetzt (26:23/ 53.). Alexander Diehm, der mit sechs sauberen Toren glänzte, entfachte nach einer spannenden Endphase abschließend wieder Hoffnung auf Seiten der Gäste (27:26/ 59.), doch der treffsichere Sandro Pagliara tütete den Heimsieg im Gegenzug endgültig ein.

„Wir dürfen heute mit erhobenen Häuptern nach Hause gehen. Denn wir haben dem Spitzenreiter sehr lange Paroli geboten und eine gute Leistung gezeigt. Natürlich ist es sehr schade, dass nichts für uns dabei herausgesprungen ist. Aber unser Angriffsverhalten stimmt mich schon positiv. Wir hoffen jetzt nur, dass Philippe und Simon (Schinke und Gans – Anm. d. Red.) sich nicht schwerer verletzt haben“, meinte Admir Kalabic im Nachgang der Partie.

Das nächste und letzte Heimspiel steht am Sonntag (22.04) um 17:30 Uhr gegen die SG Pforzheim/Eutingen 2 an. Dann möchte der HSV unbedingt den Klassenerhalt endgültig sichern.

HSV: Sowden, Lang (n.e.), Rojban (n.e.); Hoffmann (2), Skade (1), Ziegler (1), Meyer (5/1), F. Gubernatis (2), Diehm (6), Gans (8/1), Schinke (2).

ra

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