Handball-Badenliga: Deutliche 30:19 (13:8)-Niederlage im Abstiegskampf

 

HSV enttäuscht bei der SG Stutensee/Weingarten

 

Die Aussichten im Vorfeld des Spiels am Samstagabend bei der SG Stutensee/Weingarten waren nicht gerade rosig. Denn neben Philippe Schinke und Rouven Müller mussten die Ballwerfer aus der Rennstadt auf den erkrankten Lukas Peter und den verhinderten Simon Gans verzichten. Doch damit nicht genug, unter der Woche verletzte sich Alexander Leibnitz im Training an der Hand, für ihn dürfte die Saison wohl gelaufen sein. Trotzdem wollte man mit Kampfgeist und Einsatz alles in die Waagschale werfen, um etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.

 

In der ersten Phase des Spiels sollte das auch gelingen, die frühe 2-Tore-Führung der Gastgeber konnten Tim Anschütz und Felix Gubernatis ausgleichen (9. Minute) und in der Folge konnte sich keine der beiden Kontrahenten absetzen. Nach dem 7:7 durch Eric Erles nach 20 Minuten kam aber plötzlich ein Bruch ins Spiel der Gäste, zudem hatte man zu diesem Zeitpunkt wieder einige 100%ige Chancen liegen lassen und drei Strafwürfe nicht im gegnerischen Tor unterbringen können. Der Abwehrverband wies jetzt immer größere Lücken auf, in der Folge kamen die Hausherren zu leichten Torerfolgen während der HSV bis zur Pause nur noch einen Treffer erzielen konnte. Beim Stand von 13:8 wurden dann die Seiten gewechselt.

 

Wer jetzt nach der Pause das große Aufbäumen des HSV erwartet hatte wurde schnell enttäuscht. Die Abwehr bekam nie richtigen Zugriff auf die Angreifer, im Angriff agierte man zu drucklos und ohne Zug zum Tor, lediglich Robbie Sowden im Tor konnte sich mit einigen Paraden auszeichnen. Beim Stand von 22:13 Mitte des zweiten Durchgangs war eine Vorentscheidung gefallen, auch weil der HSV nicht mehr zurück ins Spiel fand und sich teilweise sogar vorführen lassen musste. Am Ende stand eine deutliche 30:19-Niederlage auf der Anzeigetafel, die auch in dieser Höhe verdient war. Durch den gleichzeitigen Sieg des TV Hardheim beträgt der Abstand jetzt 4 Punkte auf den vorletzten Tabellenplatz.

 

Abteilungsleiter Stefan Kögel meinte nach dem Spiel: „Natürlich haben wir einige Ausfälle zu verzeichnen, aber das alleine lasse ich nicht gelten. Andere Mannschaften haben dieses Problem auch. Wir schaffen es einfach nicht unsere Trainingsleistungen auf die Platte zu bringen und die Abschlußschwäche, gerade beim 7-Meter, zieht sich schon durch die ganze Saison. Zudem fehlt die letzte Konsequenz im Durchsetzungsvermögen, das Resultat sind dann unsere unzureichenden Angriffsleistungen. Jetzt stehen wir mit einem Bein in der Verbandsliga, aus eigener Kraft können wir den Klassenerhalt nicht mehr schaffen.

 

Vorschau

 

Nach drei Auswärtspartien in Folge hat der HSV am Sonntag (31..03.2019, 17:30 Uhr) endlich wieder Heimrecht. Zu Gast in der Jahnhalle ist dann der TSV Wiesloch.

 

 

HSV: Sowden; Hoffmann (5 Tore), Rech, Ziegler (2), Anschütz (2), Fischer, Kraut, Gubernatis (1), Diehm (2), Erles (5/2), Kalabic (2/1), Haasis (n.e.).

 

Stefan Kögel (SK)

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