Sieg gegen Tabellenschlusslicht ist „Pflicht“

Beim Tabellenvorletzten TSG Wiesloch konnten die Badenliga-Handballer des HSV Hockenheim eine Trendwende in fremder Halle erneut nicht schaffen – im Gegenteil. Statt einer „Rehabilitation“ für die deftige Niederlage vergangene Saison stand mit dem 21:28 am Ende erneut eine herbe Schlappe zu Buche und der HSV rangiert nun auf dem drittletzten Tabellenrang. Der Druck auf das Team von Admir Kalabic ist angesichts der nächsten Aufgabe in eigener Halle gegen den TV Hardheim 1895 entsprechend hoch, denn es geht gegen das derzeitige Tabellenschlusslicht auch um eine Trendwende in Punkto Mentalität und Selbstvertrauen.

Zwei Partien vor Ende der Hinrunde wagt HSV-Abteilungsleiter Stefan Kögel ein erstes, ernüchterndes Fazit: „Wir sind derzeit hinter unseren Erwartungen zurück, denn wir wollten mehr Punkte sammeln als in der letzten Vorrunde und uns schon frühzeitig von den Abstiegsrängen entfernen. Das ist bislang nicht gelungen, denn bis zum Tabellenletzten Hardheim sind es nur noch drei Punkte Abstand“, so Kögel. Im kommenden Heimspiel gegen das besagte Ligaschlusslicht am ersten Advent müsse man definitiv punkten. Die schlechte Bilanz in Auswärtsspielen macht Kögel momentan auch an der fehlenden mentalen Stabilität des Teams fest. An der Vorbereitung liege es nicht, meint er, „es war auch vor dem Spiel in Wiesloch wieder eine gute Trainingswoche. Leider treten wir in fremder Halle oft zu verunsichert auf, warum auch immer.“ Technische Fehler, schlechte Würfe und der fehlende Spielfluss verhinderten wieder mal ein Aufbäumen nach der Halbzeit, zumal im zweiten Durchgang gegen Wiesloch auch der Zugriff in der Deckung nicht optimal war. Wichtig sei nun angesichts der Drucksituation, die Mannschaft mental aufzubauen. In Gesprächen wolle Kögel mithelfen, das Selbstvertrauen der Spieler wieder herzustellen vor dem richtungsweisenden und letzten Heimspiel der Vorrunde. Anwurf in der Jahnhalle am Sonntag ist um 17:30 Uhr.

Benedikt Klenk (bkl)

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