Kampfgeist wird nicht belohnt

Am vergangenen Samstagabend begann für das neu formierte Team von Trainer Admir Kalabic die neue Saison in der Handball-Verbandsliga. Zu Gast in der heimischen Jahnhalle waren die Albtal-Tigers der HSG Ettlingen. Auf Seiten der Gastgeber musste man verletzungsbedingt auf Tim Berlinghof verzichten, und aus privaten Gründen standen Sebastian Kauther und Philippe Schinke nicht zur Verfügung. Zu allem Überfluss viel kurzfristig auch Pascal Lang aus, sodass einen Tag vor dem Spiel kein etatmäßiger Keeper zur Verfügung stand. Die HSV-Verantwortlichen mussten schnell reagieren: aus der zweiten Mannschaft sprang Luca Mansel ein, und es gelang Routinier Robbie Sowden aus dem „Ruhestand“ wieder zurückzuholen. Zudem war auch Dennis Forsch mit im Kader, der eigentlich berufsbedingt nicht mehr zur Verfügung stehen kann.

Den besseren Start erwischte zunächst der HSV, zwei Treffer von Titouan Cronier bedeuteten die 2:0- Führung. Doch ein Hattrick des besten Werfers der Gäste, Tim Siedelmann, brachten die Gäste erstmals in Front. Die nächsten Minuten gestalteten sich ausgeglichen, doch aufgrund technischer Fehler und leichter Ballverluste der Hausherren gelang es der HSG sich gegen Ende des ersten Durchgangs leicht abzusetzen (10:13, 30. Minute). In der Zweiten Hälfte bot sich zunächst das gleiche Bild: der HSV spielte eine solide Abwehr, konnte aber in der Offensive zu wenig Akzente setzen. Nach 45 Minuten schien eine kleine Vorentscheidung gefallen, als die Albtal-Tigers erstmals eine 5-Tore-Führung erzielen konnten. Doch die Kalabic-Sieben lies die Köpfe nicht hängen und da jetzt auch Robbie Sowden im Tor immer besser in die Partie kam gelang es nochmals bis auf einen Treffer heranzukommen (21:22, 55. Minute). In der teils hektischen Schlussphase waren es aber die Gäste, die den besseren Überblick behielten und am Ende mit 23:26 als Sieger vom Platz gingen.

„Heute haben wir gesehen, wo wir noch Verbesserungspotential haben. Die Ablaufe im Spielaufbau haben noch nicht zu 100% gepasst und in der Abwehr hat teilweise die Absprache gefehlt. Allerdings haben wir kämpferisch eine gute Leistung gezeigt auf die wir aufbauen können. Gegen einen Aufstiegsaspiranten wie die HSG Ettlingen reicht das aber eben noch nicht.“, war die Analyse von HSV-Coach Kalabic.

Das nächste Spiel führt den HSV nach Hessen. Gegner in der Weschnitzhalle in Mörlenbach ist am Samstag, 17.09.2022 die HSG Weschnitztal. Anpfiff ist um 19 Uhr.

HSV: Sowden, Mansel; Neumann (1), Kalabic (6/2), Hufnagel (4), Schrank, Kraut (3), F. Gubernatis (2), H. Gubernatis (1), Forsch (1), Diehm (1), Cronier (4).

Stefan Kögel (SK)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.