Herbe Auswärtsklatsche zum Rückrundenauftakt in Knielingen

Auch zu Beginn der Rückrunde in der Handball-Badenliga gab es keinen Konjunkturaufschwung was das Punktekontodes HSV Hockenheim in Sachen Auswärtsbilanz angeht. Weiterhin stehen in fremder Halle keine Zähler auf der Habenseite nach der deutlichen 19:30 (6:13)-Niederlage beim TV Knielingen vergangenen Samstagabend. In der Reinhold-Crocoll Sporthalle in Karlsruhe lieferte die Kalabic-Truppe erneut ein schwaches Spiel ab und bleibt weiterhin im Tabellenkeller. Zudem vergrößerten die Ausfälle von Felix Gubernatis und Rouven Hoffmann die Personalnot des HSV.Linksaußen Osman Sidaoui aus der zweiten Mannschaft feierte daher sein Debüt in dieser Saison.

 

Vom Anwurf weg boten die Hockenheimer insbesondere in der Offensive eine indisponierte Leistung, sowohl freie Würfe als auch der Siebenmeter von Eric Erles in der dritten Minute wurden nicht verwandelt – es war nicht der letzte Fehlversuch vom Punkt: vier verschiedene Schützen vergaben letztlich fünf (!) von sieben Siebenmetern. Der erste Treffer durch Tim Anschütz zum 1:2-Anschluss nach fünf Minuten sollte das letzte Mal sein, da der HSV an diesem Abend am Ausgleich schnupperte. Bis zur Mitte des ersten Durchgangs erhöhten die Gastgeber trotz guter Defensive des HSV und starkem Robbie Sowden im Tor auf 6:1, ehe Trainer Admir Kalabic die längst überfällige Auszeit nahm, um seine Jungs im von technischen Unzulänglichkeiten geprägten Angriffsspiel wachzurütteln. Auch anschließend setzte sich der Offensivlauf Knielingens fort und Phillip Ast erhöhte auf 7:1. Erst in der 18. Spielminute gelang Rouven Müller der zweite Treffer zum 2:7 für die Gäste. In der Folge verkürzten die Rennstädter dank der Siebenmetertreffer von Rouven Hoffmann und Denis Kalabic sowie dem Tor von Kreisläufer Anschütz auf 5:8 vier Minuten vor der Pause. Nach der Auszeit Knielingens nahmen die Hausherren jedoch wieder Fahrt auf und der „Hattrick“ von Kornej Tjart zum 11:5 setzte der HSV-Aufholjagd ein jähes Ende. Der Rückraumschütze des TV markierte mit der Pausensirene auch den 6:13-Halbzeitstand aus Sicht des HSV.

 

Wer auf ein Aufbäumen der Blauen im zweiten Durchgang hoffte, der wartete vergebens. Zwar hielt der HSV nun auch Offensiv bis zum 12:17 durch Erles in der 39. Minute besser dagegen, doch eine furiose Aufholjagd fand nicht mehr statt, auch weil in der Defensive zunehmend der Zugriff fehlte. In der Folge zog Knielingen mit einem Vier-Tore-Lauf wieder deutlich davon auf 21:12. Zu allem Überfluss verletzte sich Rechtsaußen Hoffmann beim erfolgreichen Tempogegenstoß zum 14:21 in der 46. Minute ohne Fremdeinwirkung am Fuß und fällt mit Verdacht auf eine Bänderverletzung für unbestimmte Zeit aus. Rund acht Minuten vor dem Ende sorgte Robin Hildenbrand mit dem 26:16 aus Sicht der Gastgeber für klare Verhältnisse. Den Schlusspunkt eines einseitigen Spiels setzte Anschütz mit der Schlusssirene zum ernüchternden 19:30-Endstand aus HSV-Sicht.

 

Weiterhin unerklärlich für HSV-Abteilungsleiter Stefan Kögel waren im Anschluss die vielen Fehler im Angriffsspiel der Hockenheimer: „Leider war es auswärts wie immer in dieser Saison. Die Abwehr mit Robbie im Tor stand eigentlich gut, aber vorne haben wir zu Beginn gleich zwei Chancen vergeben und einen Siebenmeter verworfen. Hinzu kamen die üblichen Fehlpässe und technischen Fehler. Mitte der ersten Halbzeit stand es 1:6. Mit sechs Gegentoren zu diesem Zeitpunkt ist defensiv noch alles im grünen Bereich, aber wenn man vorne nicht trifft, wird es eben schwer. Im Grunde haben wir die Partie schon in der ersten Halbzeit verloren, wenn man sieht, dass wir gerade einmal zwei Tore in knapp zwanzig Minuten geworfen haben. In der zweiten Hälfte haben wir zwar gut mitgespielt, aber näher herangekommen sind wir eben auch nicht mehr“, so Kögel ernüchtert.

 

HSV: Robbie Sowden, Lukas Peter; Rouven Hoffmann (2Tore/1 Siebenmeter), Florian Rech (4), Sandro Ziegler, Tim Anschütz (4), Osman Sidaoui, Rouven Müller (3), Felix Gubernatis, Alexander Diehm (3), Eric Erles (2), Denis Kalabic (1/1).

Benedikt Klenk (bkl)

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