Nichts für schwache Nerven war der Badenliga-Vergleich zwischen dem gastgebenden HSV und der Zweitvertretung der HG Oftersheim/Schwetzingen. Denn die alten Rivalen lieferten sich einen intensiven Kampf und schrieben damit das Drehbuch aus dem ebenfalls engen Hinspiel weiter. Am Ende trennten sich beide Teams nach einer stimmungsvollen Schlussphase mit 28:28 (15:14).

Eine andere Parallele zum Duell aus der Vorrunde war, dass beide Seiten erneut auf wichtige Spieler verzichten mussten. Während bei den Hausherren Simon Gans und Björn Skade fehlten, wurden bei der HG vorallem Christoph Lahme und Keeper Maximilian Herb vermisst. Dafür füllten die Gäste ihren Kader gleich mit vier Spielern aus dem Drittliga-Aufgebot auf. Den besseren Start erwischte dann aber eindeutig der HSV, denn nur bis zum 1:1 wurde sich gewissermaßen abgetastet (2.) und danach zog die Kalabic-Truppe, angetrieben von Jan-Axel Jost, sofort auf 5:1 davon (6.). Doch durch einfache Tore von Christian Fendrich näherten sich die Gäste Schritt für Schritt wieder an (8:5/ 12.). Möglich war das, da die Rennstädter – obwohl sie eigentlich ein hohes Maß an Konzentration an den Tag legten – ein paar Mal ihre sauber vorgetragenen Angriffe nicht vollendeten. Beim 9:9 war anschließend der Ausgleich wieder gefallen (17.). Nachfolgend gab es nun bis zum Seitenwechsel ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen, mit leichtem Vorteil für den HSV.

Das gleiche Bild sollte sich zunächst auch nach der Halbzeit fortsetzen, bis Felix Gubernatis mit zwei verwandelten Kontern eine Drei-Tore-Führung besorgte (40.). Während die Defensive um Sandro Ziegler und Neuzugang Robbie Sowden im Tor weiter couragiert arbeitete, folgten vorne wieder drei, vier leichte Ballverluste und so wurde der Vorsprung nur verwaltet, statt ausgebaut (23:21/ 44.). Spielführer Philippe Schinke netzte anschließend jedoch zum 26:23 ein (51.), was den Rennstädtern erneut die Chance bot, davonzuziehen. Doch mit der Rote Karte für Tim Anschütz wegen seiner dritten Zeitstrafe und wenig später sogar mit einer doppelten Unterzahl machte sich die Kalabic-Truppe selbst das Leben schwer (26:26/ 56.). So gestalten sich die letzten Minuten als hochspannender Krimi, bei dem jeweils ein verwandelter Siebenmeter durch Marius Meyer und Adrian Wiegand den Endstand und damit das Remis herstellte.

„Wir haben heute großen Kampfgeist und eigentlich auch einen guten Auftritt an den Tag gelegt. Allerdings hatten wir gleich mehrfach die Chance, uns ein größeren Vorsprung zu erspielen und damit vielleicht entscheidend wegzuziehen. Das machen wir uns aber leichtfertig zu nichte, sei es durch Fehlpässe, fehlende Konzentration beim Abschluss oder unnötige Zeitstrafen. Wir haben uns nicht belohnt für unseren Einsatz. Dennoch bin ich froh, dass wir zumindest einen Zähler geholt haben. Jetzt heißt es weiter arbeiten und auswärts wieder etwas mitnehmen“, zeigte sich Admir Kalabic nicht restlos zufrieden.

Nach der Faschings-Pause steht für den HSV nämlich gleich die weiteste Auswärtsfahrt der Spielzeit an, wenn es am 17.02. um 19:30 Uhr gegen den TV Hardheim geht.

HSV: Sowden, Lang, Rojban (n.e.); Hoffmann, Ziegler, Anschütz (3), Meyer (7/7), F. Gubernatis (4), Diehm (3), Jost (7), Schinke (4).

ra

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