Nach dem desolaten Auftritt beim TV Hardheim waren die Badenliga-Handballer des HSV auf Wiedergutmachung aus. Gerade daheim wollte sich die Kalabic-Truppe vor den anstehenden wichtigen Wochen Selbstvertrauen holen. Und tatsächlich traten die Rennstädter gegen den TSV Birkenau über 60 Minuten voller Leidenschaft und Kampfgeist auf und holten beim 20:20-(13:11)-Remis zumindest einen Zähler. Doch es wäre durchaus auch mehr möglich gewesen.

Den besseren Start erwischten dabei eindeutig die Gäste, die zügig nach zwei Treffern von Jonas Böhm und Gerrit Fey mit 2:0 führten (3.). Felix Gubernatis, bester Werfer der Rennstädter an diesem Abend, durchbrach aber im Gegenzug den Nimbus (1:2/ 4.) und danach erarbeiteten sich die Hausherren als Einheit die 4:3-Führung (11.). Schon jetzt gestaltete sich die Begegnung äußerst torarm, die Defensivreihen mit den beiden sehr gut aufgelegten Keepern Robbie Sowden und Ruven Dietrich (TSV) dominierten das Geschehen. Insgesamt zeigte sich die HSV-Hintermannschaft mit ihrer offensiven Ausrichtung im Gegensatz zur Vorwoche äußerst gallig und münzte die Ballgewinne dann auch gnadenlos um (6:3/ 12.). Aber gerade der achtfache Torschütze Fey bereitete der Kalabic-Truppe große Probleme und selbiger besorgte dann auch den Anschlusstreffer (9:8/ 26.). Doch der HSV schüttelte diese Momentaufnahme ab und distanzierte nach einem Kracher von Simon Gans seine Kontrahenten wieder zum Seitenwechsel.

Nach Wiederanpfiff verwalteten die Rennstädter zwar zunächst ihren Vorsprung (15:13/ 39.), taten sich jedoch im Angriff gegen den ebenfalls robust verteidigenden TSV schwer. Daraufhin fiel auch, nachdem der HSV hinten nur für einen Moment die Konzentration verloren hatte, der 15:15-Ausgleich (44.). Ein paar Zeigerumdrehungen später lagen die Südhessen sogar nach einem weiteren Fey-Tor mit 16:18 vorne (51.). Doch wie eingangs beschrieben waren Kampfgeist und Leidenschaft heute ein großer Trumpf der Gastgeber und so wurde schnell durch Jan-Axel Jost und Gans der Gleichsstand wieder hergestellt (55.). „Auch jetzt sind wir nicht nervös geworden, sondern haben einfach als Team weiter alles Verfügbare abgerufen. Diese Geschlossenheit war brutal wichtig“, meinte Sandro Ziegler später zu dieser Phase der Partie. Nachfolgend legten die Gäste zwar ein weiteres Mal vor, doch mit dem 20:19 durch Gubernatis war der Spieß endgültig erneut herumgedreht (58.). Die letzten Minuten waren nun sinnbildlich für dieses Kampfspiel. Beide Mannschaften neutralisierten sich mit ihrer Abwehrarbeit weitgehend, auch wenn der HSV mit einem vergebenen Strafwurf dabei die größte Chance ausgelassen hat. Letztendlich ist das Remis aber wohl leistungsgerecht.

„Das Unentschieden nehmen wir gerne mit, auch wenn mehr möglich gewesen wäre. Wir haben bedingungslos gefightet und Schulter an Schulter gearbeitet, das hat mir sehr gut gefallen. Leider haben wir es ab und an im entscheidenden Moment verpasst, ein Tor nachzulegen. Doch meine Jungs haben heute ihr anderes Gesicht gezeigt, darauf lässt sich aufbauen“, zeigte sich Admir Kalabic nicht unzufrieden.

Am Samstag (03.03.) steht nun um 20 Uhr mit dem Derby bei der HSG St. Leon/Reilingen eine Begegnung von höchster Bedeutung für den HSV an. Hierbei benötigt das Team jeglichen Support!

HSV: Sowden, Rojban (n.e.); Hoffmann (1), Skade, Ziegler, Anschütz (2), Meyer (5/2), F. Gubernatis (6), Diehm, Gans (4), Jost (1), Schinke (1).

ra

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