HSV unterliegt Reserve der HG Oftersheim/Schwetzingen

Das erste Lokalderby am zweiten Spieltag der Badenliga zwischen der HG Oftersheim/Schwetzingen 2 und dem HSV Hockenheim entschied der Gastgeber am Sonntag mit 33:30 (14:16) für sich. Im zweiten Durchgang eines unterhaltsamen Derbys in Oftersheim konnten die Hausherren das Spiel noch zu ihren Gunsten drehen. Während der HSV neben den Langzeitverletzten kurzfristig auf Torwart Robbie Sowden aus privaten Gründen verzichten musste, konnte HG-Trainer Frederik Fehrenbach aus dem Vollen schöpfen, was sich insbesondere gegen Ende der Partie bemerkbar machte, als Kraft und Konzentration der Hockenheimer nachließen.

Dabei gelang den Rennstädtern, die von zahlreichen Fans lautstark unterstützt wurden, vom Anwurf weg ein Auftakt nach Maß: Nach drei Minuten führte der HSV mit 3:0 und es dauerte fast fünf Minuten, ehe HG-Akteur Adrian Wiegand den ersten Treffer seines Teams in der Karl-Frei-Sporthalle markierte. In der Folge konnten sich die Blau-Weißen dank guten Zugriffs in der Deckung sowie zielstrebigem Angriffspiel einen 4-Tore-Vorsprung nach zehn Minuten erarbeiten, woraufhin die HG die erste Auszeit nahm. Anschließend agierten die Hausherren im Angriff zunehmend effizienter. Infolge des 6:7-Anschlusstreffers auf Seiten der Spielgemeinschaft reagierte auch Hockenheims Trainer Admir Kalabic mit dem Timeout. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie und der HSV ging mit einer knappen, aber verdienten 16:14-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel konnte der HSV zunächst den Vorsprung halten. Jedoch machte sich mit zunehmender Spieldauer die angespannte Personalsituation bemerkbar. Infolge des zwischenzeitlichen 17:20-Treffers per Siebenmeter durch Hockenheims Mittelmann Eric Erles gelang der HG dank eines Drei-Tore-Laufs innerhalb einer Minute der Ausgleich zum 20:20 nach 37 Minuten. Einen kurzen Schreckmoment gab es in der 39. Minute, als HSV-Rückraumschütze Rouven Müller beim abermaligen Versuch sich durch die HG-Abwehr zu tanken einen Schlag ins Auge abbekam und Gegenspieler Willi Fink daraufhin mit Rot vom Feld musste. Nach kurzer Behandlung konnte Müller weiterspielen. In dieser hektischen Phase nutzte der HSV selbst eine doppelte Überzahl nicht zum Ausbau der Führung. Zur Mitte der zweiten Hälfte gingen die Gastgeber dank vierer Tore in Folge erstmals in Front (25:24).

Der postwendende Ausgleich über Tim Anschütz via Tempogegenstoß leitete die letzte Viertelstunde ein, in der der HSV zu viele Fehler im Angriff fabrizierte und weniger Zugriff in der Deckung hatte. Trotz taktischer Kniffe wie einem siebten Feldspieler gelang den Hockenheimern in der Folge nicht mehr die Wende. Die HG konnte mit einem Mann weniger sogar auf drei Tore davonziehen (28:25 nach 50 Minuten). Die Entscheidung fiel, als Christoph Lahme das 31:27 sechs Minuten vor Ende für die HG erzielte. Hockenheims Torjäger Florian Rech, der trotz seiner zwölf Tore die erste Saisonniederlage des HSV nicht verhindern konnte, setzte den Schlusspunkt mit dem 30:33-Treffer. Trainer Admir Kalabic nannte nach dem Spiel neben der dünnen Personaldecke die vielen technischen Fehler im Angriff als Ursache für die Niederlage. „Das hat uns letztlich das Genick gebrochen. Nichtsdestotrotz, wer hier 30 Tore erzielt, kann kein schlechtes Spiel gemacht haben. Wir haben ein paar Probleme gehabt mit der Abstimmung in der Abwehr und natürlich hat sich auch das Fehlen von Robbie Sowden im Tor bemerkbar gemacht. Dennoch habe ich eine gute Hockenheimer Mannschaft gesehen. Solange uns die Kraft getragen hat, haben wir das recht gut gelöst. Es hätten heute ein oder zwei Punkte werden können“, so Kalabic.

Am kommenden Sonntag empfängt seine Mannschaft in der Jahnhalle um 17:30 Uhr den TSV Birkenau, während die zweite Mannschaft des HSV bereits am Samstagabend um 18:30 Uhr das prestigeträchtige Derby gegen die HSG Lussheim in eigener Halle bestreitet.

HSV: Lukas Peter; Rouven Hoffmann (3 Tore), Florian Rech (12), Sandro Ziegler (1), Tim Anschütz (4), Rouven Müller (2), Felix Gubernatis (1), Alexander Diehm, Eric Erles (7/2), Denis Kalabic, Henrik Gubernatis (n. e.)

Benedikt Klenk

(bkl)

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