Spitzenmannschaft aus Neuenbürg schlägt ihr Zelte bei der Kalabic-Truppe auf/ Zweitvertretung bittet zum Derby

Mit Ablauf der Osterpause sind die Badenliga-Handballer des HSV gleich wieder groß gefordert. Kommt doch am Sonntag (08.04.) um 17:30 Uhr der HC Neuenbürg zur Kalabic-Truppe. Der amtierende Verbandsligameister machte auch nach dem Aufstieg sofort damit weiter, womit er eine Etage tiefer aufgehört hatte – nämlich serienhaft gewinnen. Denn die ersten elf Spiele wurden größtenteils sehr souverän und allesamt erfolgreich gestaltet. Bis die TSG

Wiesloch dann beide Zähler aus dem Enztal entführte. Vier weitere Niederlagen begründen eine momentane Einsortierung auf Rang drei. Doch den Kampf um den Platz an der Sonne oder zumindest den Relegationsrang hat der HC noch nicht aufgegeben, der ehemalige Spitzenreiter hat sich im Februar sogar von Trainer Roni Mesic getrennt. „Die Tabelle spricht eindeutig für sich. Neuenbürg verfügt über einen sehr ausgeglichen Kader. Jede Position ist sehr gut besetzt, dementsprechend sollten wir hinten ohne Ausnahme stets hellwach sein“, richtet Admir Kalabic einen Appell an seine Mannen. Die Rennstädter werden sich indes mit gemischten Gefühlen an die Begegnung aus der Vorrunde erinnern. „Wir haben damals mit unsere beste Saisonleistung abgeliefert, haben durch unsere stabile Defensive einige Schnellangriffe gefahren und ebenso mit Nehmerqualitäten überzeugt. Das ist der Handball, den ich sehen möchte. Aber trotzdem mussten wir mit 28:27 ohne Ertrag die Heimreise antreten“, resümiert der 48-Jährige nochmals. Doch mit einer vergleichbaren Leistung sollte es auch jetzt möglich sein, gegen Neuenbürg zu bestehen und vielleicht eine Überraschung zu schaffen.

Während der spielfreien Woche wurde selbstverständlich weiter hart gearbeitet, der Klassenerhalt solle ja trotz der guten tabellarischen Ausgangslage „schnellstmöglich mathematisch festgezurrt werden“ (Stefan Kögel, frisch gewählter Abteilungsleiter). Allerdings fehlten zeitweise die Urlauber David Rojban, Simon Gans und Felix Gubernatis. Schlussmann Rojban wird sogar am Spieltag noch abwesend sein. Mit einem Sieg – und falls das Schlusslicht Eggenstein seinerseits nicht gewinnt – dürften die Rennstädter trotz des momentan verlorenen direkten Vergleichs mit der TGE (am letzten Spieltag folgt erst das zweite Duell – Anm. d. Red.) schon am Sonntag bei noch drei ausstehenden Partien feiern. Selbiges gilt bei einem Remis und einer gleichzeitigen Niederlage der Karlsruher. Hinsichtlich des HSV-Lazaretts gibt es immerhin dezent Positives zu vermelden. Ein baldiger Einsatz von Flügelflitzer Gubernatis scheint nämlich entgegen der anfangs schlimmen Befürchtungen wieder im Bereich des Möglichen und auch Kreisläufer Tim Anschütz hat das Training nach seinem Bündelriss teilweise schon wieder aufgenommen. Für diese schwere Hürde hofft die Mannschaft abschließend auf einen breiten Zuspruch ihrer Anhänger, um den Heimvorteil bestmöglich auszugestalten.

Nicht einfach irgendeine Begegnung steht diese Woche für das Kreisliga-2-Team des HSV an. Denn die zweite Mannschaft empfängt bereits am Samstag um 18 Uhr die HSG Lussheim zum Nachbarschaftsduell. „Mit einem Erfolg im Derby streben wir teilweise Wiedergutmachung für eine überhaupt nicht zufriedenstellend zweite Halbserie an. Ich erwarte eine zu 100 Prozent engagierte Leistung, es geht um das Prestige“, fordert HSV-2-Trainer Haupt. Jedoch lässt sich vor dem Vergleich nur schwer eine Prognose über den Ausgang abgeben, da beide Teams tabellarisch nicht weit voneinander entfernt sind. Täuschen lassen sollte sich die Reserve der Rennstädter zudem nicht vom deutlichen Hinspielerfolg, besticht die HSG doch gerade mit großem Kampfgeist. Gleichzeitig ist diese immer brisante Partie auch der letzte Heimauftritt der Badenliga-Reserve für diese Spielzeit.

ra

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