Der Klassenerhalt wird nun im letzten Heimspiel angepeilt

Die Saison 2017/2018 neigt sich dem Ende zu und die Handball-Badenliga bietet im Endspurt noch einiges an Spannung. Denn auch wenn mit der SG Heddesheim der Meister fast schon feststeht, sind mit dem HSV (14:34 Zähler), Friedrichsfeld (14:34), Hardheim (13:35), St. Leon/Reilingen (12:36) und Eggenstein (10:38) gleich noch fünf Mannschaften mehr oder weniger abstiegsgefährdet. Je nach Ausgang der noch anstehenden Partien wird eventuell am Ende sogar erst ein Vergleich mehrerer Teams über den Ligaverbleib entscheiden. Mit dem letzten Heimspiel gegen die SG Pforzheim/Eutingen 2 bietet sich den Rennstädtern jetzt am Sonntag (22.04.) um 17:30 Uhr aber die Chance, bei erfolgreichem Ausgang (ein Remis würde reichen – Anm. d. Red.) sämtliche Sorgen loszuwerden. Aber auch durch Schützenhilfe der HSG St. Leon/Reilingen ist der Klassenerhalt bereits am Samstag ohne Zutun des HSV möglich. Denn gestaltet die HSG den ultimativen Abstiegsgipfel gegen die TG Eggenstein siegreich oder spielt unentschieden, ist die Kalabic-Truppe zu 100 Prozent gerettet. „Auf Rechenspiele hat bei uns niemand Lust, vor allem ich bin nicht gerne von anderen abhängig. Wir brauchen jetzt verdammt nochmal einen Heimsieg, um den Klassenerhalt endlich dingfest zu machen und ein eventuelles Endspiel bei der TG Eggenstein am letzten Spieltag zu vermeiden. Bestätigen wir die Leistung gegen Heddesheim, sollte das doch im Bereich des Möglichen liegen“, schaut Trainer Admir Kalabic positiv voraus. Gegen den Ligaprimus habe der 48-Jährige nämlich „endlich einiges gesehen, was intensiv trainiert worden ist“ und so „auch im Angriff zu etlichen erfolgreichen Phasen geführt“ habe.

Allerdings erwartet die Hausherren am Sonntag ein richtig guter Gegner, welcher der Kalabic-Truppe im Hinspiel eine 30:22-Schlappe verpasst hat. Die Goldstädter haben lange um die Spitzenpositionen mitgespielt und sind mittlerweile bereits auf Rang fünf festzementiert. Gerade deshalb warnt der HSV-Übungsleiter eindringlich vor der Oberliga-Reserve: „Das ist eine typische Zweitvertretung mit doch teilweise unterschiedlichen Aufstellungen. Die SG nutzt ihr Badenliga-Team logischerweise auch, um ihre jungen Spieler voranzubringen. Und gerade die werden – obwohl es eigentlich für sie um nichts mehr geht – sich beweisen und weiter empfehlen wollen. Da sollten wir unbedingt auf der Hut sein!“ Ganz nebenbei wolle der HSV nach einer „überhaupt nicht zufriedenstellenden Runde“ (Abteilungsleiter Stefan Kögel) einen versöhnlichen Abschluss vor heimischer Kulisse schaffen, man wolle sich „vor dem eigenen Anhang unbedingt nochmals ordentlich präsentieren“. Dabei mit Sicherheit nicht mithelfen werden Elyasa Balci, Max Rausch, Jan-Axel Jost und Tim Anschütz. Bei ersterem wird nach der doch extrem langen Ausfallzeit seit August aufgrund seines Kreuzbandrisses auf eine vollständige Genesung bis zum Vorbereitungsstart gehofft. Bei den Verletzten aus der Vorwoche, Simon Gans und Philippe Schinke, gilt es zudem noch bis zum Spieltag abzuwarten. Stand jetzt scheint ein Einsatz von Gans aber gewissermaßen eher möglich. Des Weiteren befindet sich Keeper Robbie Sowden unter der Woche geschäftlich im Ausland. „Wir hoffen auf zahlreiche Schlachtenbummler, die uns bei diesem immens wichtigen Spiel nach vorne peitschen. Eine treue Anhängerschar ist schließlich einiges wert“, weiß Spielführer Schinke. Doch jetzt ist erneut jeder Spieler selbst bedingungslos gefragt, um spätestens am Sonntag das Abstiegsgespenst endgültig zu vertreiben.

Bereits am Samstag bestreitet die zweite Mannschaft um 19:30 Uhr ihr letztes Rundenspiel beim HC Vogelstang.

ra

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