Handball-Badenliga: HSV am Samstag zu Gast bei der Reserve der SG Pforzheim/Eutingen

 

HSV darf sich keine „Auszeiten“ mehr leisten

 

Aufbruchstimmung zum Adventsauftakt kam vergangenen Sonntag nach dem 26:26-Unentschieden gegen den TV Hardheim in der Jahnhalle nicht auf. Dabei sah es gegen den Tabellenletzten wenige Minuten vor Spielende nach einigen Hoch- und Tiefphasen im Spielverlauf nicht mal nach einem Remis aus, als Janis Erbacher für die Gäste knapp drei Minuten vor Schluss das 23:26 aus Sicht des HSV erzielte – zwanzig Minuten zuvor führten die Gastgeber noch mit drei Toren. Eine Energie- und Willensleistung, gepaart mit einem starken Robbie Sowden im Tor, ermöglichte die Aufholjagd zum 26:26 durch Eric Erles in der letzten Minute. Felix Gubernatis hätte sogar noch zum umjubelten Helden des Abends werden können, doch seinen Wurf kurz vor Schluss parierte Gästekeeper Christopher Bauer.

 

An der kämpferischen Einstellung mangelte es der Kalabic-Truppe – wie gewohnt in eigener Halle – nicht, spielerisch jedoch war die mangelnde Chancenverwertung und ein zwischenzeitliches Tief erneut dafür mitverantwortlich, dass Gegner Hardheim ins Spiel zurückfand und es in der Offensive zunehmend hakte. Sohnemann Denis als belebendes Element auf der Mitte habe „gut funktioniert“, doch insgesamt wurde aus dem Rückraum zu wenig Druck gemacht. Leider laufen derzeit einige Spieler ihrer Form hinterher. Die Verantwortung liegt auf wenigen Schultern, da geht mit zunehmender Spieldauer dann auch die Konzentration zurück und man trifft unglückliche Entscheidungen, erklärt Trainer Kalabic. Das Spiel gegen Hardheim wollte man unbedingt gewinnen, die Mannschaft sei entsprechend gestartet und habe gut agiert. „Dann kam jedoch wieder dieser bekannte ‚Blackout’ wie in Viernheim oder gegen Wiesloch, als wir uns zehn Minuten eine ‚Auszeit’ genommen haben. Irgendwie können wir das nicht abstellen“, so Kalabic. Um Punkte beim nächsten Gegner und Tabellenvorletzten SG Pforzheim/Eutingen 2 am Samstag zu holen, sollte die „Auszeit“ im Idealfall ganz ausbleiben. „Sie sind in einer ähnlichen Lage wie wir. Eine traditionell junge, gut ausgebildete Mannschaft, ergänzt mit Spielern aus der A-Jugend-Bundesliga. Insofern wird es alles andere als einfach“, meint Kalabic. Anwurf in der Pforzheimer Konrad-Adenauer-Sporthalle ist um 20:00 Uhr.

 

Benedikt Klenk (bkl)

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