Am Samstag traten die Badenliga-Handballer des HSV die weite Reise nach Hardheim an, um ihren seit zwei Spielen andauernden Aufwärtstrend zu bestätigen und sich für die Niederlage aus der Vorrunde zu revanchieren. Doch das Vorhaben scheiterte recht schnell, bereits nach gut einem Drittel der Spielzeit befanden sich die Rennstädter deutlich im Hintertreffen und mussten dann auch folgerichtig mit 35:23 (18:8) ohne Ertrag die Heimfahrt antreten.

Die Gastgeber machten hierbei sofort deutlich, dass sie daheim nur sehr schwer zu bezwingen sein würden (2:0/ 3.). Der HSV tat sich dagegen bereits jetzt sehr schwer und agierte relativ pomadig. Dennoch blieben die Gäste bis zum 08:06 durch Tim Anschütz dran (18.), der arg dezimierte Tross aus der Rennstadt wehrte sich noch nach Kräften. Denn Björn Skade stand zwar zumindest wieder im Aufgebot, doch Marius Meyer (Grippe) und Jan-Axel Jost (im Ausland) waren im Gegensatz zur letzten Partie gegen die Reserve der HG Oftersheim/Schwetzingen nicht dabei. Gerade Letzterer wurde schmerzlich vermisst, spielte er die Wochen zuvor doch groß auf. Nach 23 Minuten waren die Erftäler dann mittlerweile auf 12:06 davongezogen und legten bis zum Seitenwechsel noch sechs weitere Treffer nach. Und dabei hatte Robbie Sowden im HSV-Kasten den Hausherren (genauso wie später David Rojban) noch einige Chancen abgenommen.

Zwar rüttelte Admir Kalabic während der Halbzeit seine Spieler wach und forderte sie auf, endlich die Absprachen einzuhalten. Doch gegen eine extrem motivierte Hardheimer Mannschaft gelang den Rennstädtern nur noch wenig. Im Gegenteil, mit der Roten Karte für Felix Gubernatis nach seiner dritten Zeitstrafe vergrößerten die Gäste ihre Probleme noch selbst (36.). Nachfolgend erzielte der TVH über die Achse Robin und Philipp Steinbach Tor um Tor, war zwischenzeitlich sogar deren 14 im Vorteil (27:13/ 44.). Auf Seiten der Gäste haute sich jedoch Spielführer Philippe Schinke, noch immer durch Fußprobleme erheblich gehandicapt, weiter ohne Wenn und Aber hinein und verhinderte damit Schlimmeres, indem er entweder selbst traf oder für den neunfachen Torschützen Simon Gans auflegte. Doch auch dessen Kampfgeist alleine vermochte es nicht, den zweifelsfrei verdienten Heimsieg abzuwenden.

„Wir haben heute gegen eine Mannschaft verloren, die den Sieg unbedingt wollte. Insgesamt sind wir hier zu lethargisch aufgetreten, haben zu viele Fehler gemacht. Das darf so nicht passieren. Wir haben uns einfach überhaupt nicht an unsere Vorgaben gehalten. Auch wenn es vielleicht einige glauben, der Ligaverbleib ist noch alles andere als sicher“, mahnte der maßlos enttäuschte Kalabic nach Abpfiff.

Nächste Woche geht es nun am Sonntag (25.02.) um 17:30 Uhr gegen den TSV Birkenau. Dann besteht schon wieder die Chance auf Wiedergutmachung.

HSV: Sowden, Rojban, Lang (n.e.); Hoffmann (2), Skade (n.e.), Ziegler (2), Anschütz (2), F. Gubernatis (1), Diehm (2), Gans (9), Schinke (5).

ra

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