Torwart Rojban wehrt sechs Strafwürfe abHSV brennt in der Jahnhalle ein Feuerwerk ab

 Dem HSV Hockenheim ist in der Handball-Badenliga ein Superstart ins neue Jahr gelungenah. Gleich im ersten Rückrundenspiel gelang der Truppe ums Trainergespann Daniel Müller und Hendrik Nees ein beeindruckender 30:16 (14:8)-Heimerfolg gegen den letztjährigen Neuling TG Eggenstein, der in der Hinrunde noch gegen die Hockenheimer triumphiert hatte. Aber die Rennstädter wollten in dieser Partie nicht nur Revanche für die Vorrunden-Pleite, „wir wollten vor allem mit einer feinen Leistung und zwei Punkten wieder Anschluss ans Mittelfeld finden. Und das ist uns auch großartig gelungen“, freute sich Coach Müller.

 Auch ohne die beiden verhinderten Stammkräfte Mirko Hess und Eli Balci, aber mit Sergiu Dumitru und Jan Axel Jost bestimmte der HSV von der ersten Minute an das Geschehen und machte von Anfang an deutlich, dass der Gewinner an diesem Tag nur Hockenheim heißen kann. Da stand als „Fels in der Brandung“ David Rojban zwischen den Pfosten, der nicht nur sechs (!) Eggensteiner Siebenmeter abwehrte, sondern zusätzlich noch 16 platzierte Würfe des Gegners. Hinzu kam sein Tor zur zwischenzeitlichen 24:14-Führung in der 57. Minute. Da glänzte Alexander Diehm mit einer glänzenden Abwehrleistung und sechs Treffern ohne Fehlversuch und da präsentierte sich auch Rückraumspieler Simon Gans mit sechs Treffern in glänzender Verfassung. Hinzu kam, dass es im Hockenheimer Team gar keinen Ausfall gab. Die Trainingseinheiten der vergangenen Wochen haben ganz offensichtlich ihre Früchte getragen.

 „Ich habe heute rein gar nichts zu kritisieren. Wir haben vieles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Jeder Spieler hat überzeugt und wir alle haben bewiesen, dass wir so schnell wie möglich aus den bedrohten Tabellenregionen heraus wollen. Vor allem ist es uns gelungen, die Kreise von Eggensteins Spielmacher Gerrit Kirsch einzuengen, der uns im Hinspiel so große Probleme bereitet hat“, zeigte sich Trainer Müller nach der Partie bestens gelaunt und fügte an: „Jetzt wollen wir eine kleine Serie starten…“

 Das Spiel begann so richtig nach Plan der Gastgeber. Gans (2), Diehm, Marius Meyer und Pascal Freiseis sorgten bis zur 9. Minute für das 5:1. Danach kamen die Gäste auf 7:6 (18.) heran, weil der HSV mit vier Latten- und Pfostentreffern viel Pech hatte. Doch die Müller-Truppe ließ sich nicht beirren. Bis zum Wechsel wurde ein sicheres 14:8-Polster herausgearbeitet, an dem sich auch Jost beteiligte, der in der Vorrunde wegen eines USA-Aufenthalts gar nicht zum Einsatz gekommen war. Auch mit einer neuen Abwehrformation konnte Eggenstein dem HSV in der zweiten Halbzeit nicht näher kommen. Beim 20:11 – in der 42. Minute durch Marcel Schwögler erzielt – war die Partie früh entschieden und in der Jahnhalle breitete sich beste Stimmung aus. Jetzt lief’s noch besser bei den Hockenheimern, für die die restlichen Minuten einer besseren Trainingseinheit glichen. Nur schade, dass wegen des gleichzeitigen WM-Viertelfinalspiels Deutschland – Katar nicht die erhoffte Zuschauerzahl in der Jahnhalle weilte. Die zweite Halbzeit des WM-Debakels übertrugen die Hockenheimer Verantwortlichen in der Halle.

 HSV: Rojban (1), Lang; Freiseis (2/1), Anschütz, Dumitru, Schwögler (2), Gans (6), F. Gubernatis (4), Diehm (6), Rausch (1), Jost (3), Meyer (2), Schinke (3). 

 teu  

   

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