Der HSV kann das „Zünglein an der Waage“ spielen

 Während das Titelrennen in der Handball-Badenliga schon seit Wochen für den TSV Amicitia Viernheim entschieden ist, liegt mächtig viel Dampf im Abstiegskampf, in den in erster Linie die drei Vereine TV Bretten, TSG Wiesloch und die TSG Eintracht Plankstadt verwickelt sind. Gerade einmal ein Punkt trennt die drei Konkurrenten. Dabei haben die Wieslocher – wegen des besseren direkten Vergleichs gegenüber Plankstadt – die beste Ausgangsposition, denn mit einem Sieg gegen den TV Bretten wären sie über dem Berg. Die Plankstädter spekulieren indes auf einen Erfolg gegen den HSV Hockenheim, um wenigstens den 13. Platz in der Abschlusstabelle belegen zu können und hoffen gleichzeitig auf den Klassenerhalt der SG Heidelsheim/Helmsheim in der Oberliga, der aber auch noch in den Sternen steht…

 Der HSV Hockenheim wird am Samstag ab 20 Uhr in der Plankstädter Mehrzweckhalle also das „Zünglein an der Waage“ spielen, was den Akteuren und auch den Spielern gar nicht so recht ist, denn beide Vereine verbindet sportliche Freundschaft. HSV-Trainer Daniel Müller macht aber schon im Vorfeld des Spiels deutlich: „Keiner darf denken, dass wir etwas zu verschenken haben, wir wollen mit einem Erfolg den fünften Tabellenrang festigen und damit eine verkorkste Saison doch noch retten. Egal wie prekär auch dieses Mal unsere Personallage ist…“ Denn vor allem im Tor werden die Hockenheimer größte Probleme haben, denn Pascal Lang, der gegen Hardheim ein tolles Spiel gezeigt hat, fällt wegen eines Muskelschadens im Knie gewiss aus und David Rojban ist krank von einem Auslands-Aufenthalt zurückgekommen. Deshalb ist der junge Luca Mansel die einzige Alternative zwischen den Pfosten. Im Feld hat sich beim HSV schon am vergangenen Samstag Mirko Hess verabschiedet, den es beruflich in die USA gezogen hat, Pascal Freiseis laboriert noch an seinem Nasenbeinbruch herum und Jan Axel Jost hat seine Armblessur noch nicht auskuriert und steht nur bedingt zur Verfügung.

 „Unsere Ausgangsposition ist nicht gut, aber in Reilingen und daheim gegen Hardheim haben wir zuletzt bewiesen, dass wir mit tollem Einsatz viel bewegen können“, hofft HSV-Betreuer Hubert Renz noch einmal auf eine konzentrierte Leistung seiner Mannschaft. – Und auch die zweite Vertretung des HSV wird am Sonntag ab 15 Uhr ein gewichtiges Wort bei der Meistervergabe in der 2. Kreisliga mitsprechen, denn zum Rundenabschluss gastiert das Team von Trainer Markus Haupt beim neuen Tabellenführer TSG Eintracht Plankstadt II, die unbedingt gewinnen muss, um neuer Titelträger zu werden. Dass der HSV zu allem fähig ist, hat er erst vor Wochenfrist bewiesen, als er den damaligen Ersten TSG Weinheim gestürzt hat…

 teu

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