HSV Hockenheim: Gelungener Saisonauftakt mit 30:26-Sieg über TV Knielingen

Verfasst von Benedikt Klenk

(Abkürzung: bkl)

Ob die Jahnhalle des HSV Hockenheim nach einer schwierigen Vorsaison wieder zu einer „Festung“ in der Badenliga werden kann, wie es Trainer Admir Kalabic mit Blick auf die Heimstärke ausdrückte, wird sich in der neuen Runde zwar erst nach ein paar Spieltagen zeigen. Die ersten Steine eines neuen Fundaments hierfür hat seine Mannschaft mit dem Sieg im Eröffnungsspiel am vergangenen Sonntag jedoch bereits gelegt. Mit 30:26 (15:12) gegen den TV Knielingen gelang den Blauen in der gut besuchten Jahnhalle der erhoffte Auftaktsieg der ersten Mannschaft.

Entsprechend groß war die Freude im hüpfenden Spielerkreis nach der Schlusssirene – und sicherlich auch die Erleichterung, machten es die Akteure auf der Platte rund zehn Minuten vor Schluss nochmals (unnötig) spannend. Zum Anwurf bot Trainer Kalabic mit Rouven Müller und Eric Erles im Rückraum gleich zwei Neuzugänge in der ersten Sieben auf, die im Premierenspiel für den HSV ebenso überzeugen konnten wie Rückraumschütze Florian Rech, der letztlich fünf Treffer zum Heimsieg beisteuerte. Nach ausgeglichenem Beginn gewannen die Hausherren allmählich die Oberhand und kamen dank schnellem Aufbauspiel und engagierter Deckungsarbeit zu einer 6:3-Führung, die Felix Gubernatis per Tempogegenstoß erzielte. Auf der Mitte im Rückraum überzeugte Erles von Beginn an als kluger Taktgeber im Angriff ebenso wie der sichere Rückhalt Robbie Sowden im Tor. Nach der Auszeit der Gäste beim zwischenzeitlichen 8:5 konnte Knielingen dank Umstellungen in der Deckung und effektiverem Angriffsspiel Mitte der ersten Halbzeit zum 8:8 ausgleichen, bevor sich der HSV dank eines 3-Tore-Laufs – gekrönt durch einen sehenswerten Rückhandtreffer von Kreisläufer Tim Anschütz – wieder mit 11:8 absetzte.

Nach der verdienten 15:12-Führung zur Pause sorgte Erles mit drei Treffern in vier Minuten für einen beruhigenden 18:13-Zwischenstand. Der 34-jährige Routinier brillierte nicht nur als Pass- und Rhythmusgeber mit Auge, sondern dank neun Treffern auch als Toptorschütze des HSV. Spätestens nach einer weiteren Parade von Sowden und dem schnellen Pass auf Linksaußen Denis Kalabic, der den Tempogegenstoß zum 22:16 vollendete, dürften 20 Minuten vor Ende kaum Zweifel am erfolgreichen Rundenauftakt aufgekommen sein. Trotzdem machten es die HSV-Handballer aufgrund von Zeitstrafen und eigenen Fehlern im Passspiel wieder spannend. Zehn Minuten vor Schluss kamen die Gäste aus Karlsruhe dank Fabian Meinzer nochmals bis auf 2 Tore heran (24:22). Nach der Auszeit von Kalabic verhinderte die Nummer 1 des HSV mit einem gehaltenen Siebenmeter das weitere Heranrücken der Gäste bis auf ein Tor. Über Einzelaktionen wie einem erneuten Tor per Rückhand von Anschütz am Kreis und dank der Paraden von Sowden hielt der HSV den Vorsprung. Als es kurz vor Ende beim Stand von 27:25 nochmals drohte eng wurde, sorgte Rouven Hoffmann für den neuerlichen 3-Tore-Vorsprung und die Entscheidung zugunsten der Rennstädter. Den Schlusspunkt setzte der herausragende Erles per Siebenmeter zum 30:26-Endstand.

„Es war das erwartet schwere Spiel. Wir wussten noch nicht genau wo wir stehen nach der schwierigen Vorbereitung“, meinte Trainer Kalabic anschließend, „und natürlich haben wir auch Fehler gemacht, aber man hat große Bereitschaft gesehen und dass das Ganze mit zwei Punkten beloht wurde, freut mich umso mehr.“ Wie sich die Neuzugänge in das Spielsystem einfügen würden, sei im Vorfeld noch nicht absehbar gewesen, aber die gute Trainingsarbeit habe sich gelohnt. Dennoch bleibe Raum für Verbesserungen: „Die Abstimmung und das Timing waren nicht immer gut in unseren Abläufen. Am Schluss haben wir zu viel Standhandball gespielt, das gefällt mir natürlich nicht“, so der 48-Jährige. Es gibt nach dem ersten Spieltag also noch genügend Bausteine an denen geschliffen werden kann, damit das junge Fundament des HSV auch in den kommenden Spielen weiter wächst.

HSV: Robbie Sowden, Lukas Peter (bei 1 Siebenmeter); Rouven Hoffmann (1), Florian Rech (5), Sandro Ziegler, Tim Anschütz (6), Rouven Müller (4), Felix Gubernatis (3), Alexander Diehm, Eric Erles (9/3), Denis Kalabic (2), Henrik Gubernatis (n.e.)

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