Beim diesjährigen Helmut-Osada-Cup in Viernheim waren am vergangenen Wochenende erstmals auch die Badenliga-Handballer des HSV vertreten. Im hochklassig besetzten Turnier ging es zum Auftakt am Freitagabend gerne den Badenliga-Rivalen TV Friedrichsfeld. Dem Team um Trainer Admir Kalabic war die gerade beendete 14-tägige Pause anzumerken, zudem musste man urlaubs- bzw. verletzungsbedingt auf Denis Kalabic, Max Rausch und Sandro Ziegler verzichten. So fehlte In der Defensive noch die nötige Absprache und im Angriff tat man sich zu Beginn schwer, den richtigen Rhythmus zu finden. Mitte der zweiten Halbzeit verletzte sich auch noch Philippe Schinke so schwer, dass für ihn das Turnier vorzeitig beendet war. Am Ende siegte Friedrichsfeld verdient mit 26:21 (12:10). Deutlich verbessert zeigte sich die Mannschaft beim zweiten Gruppenspiel am Samstagnachmittag gegen den VTV Mundenheim. Auf Grund des Ausfalls von Schinke wurde kurzfristig Henrik Gubernatis nachnominiert. Der sollte auch gleich seine Einsatzzeiten bekommen, da bei seinem Bruder Felix eine alte Muskelverletzung wieder aufbrach. Trotz heißen Temperaturen in der Viernheimer Rudolf-Harbig-Halle und dünn besetzter Ersatzbank konnte man lange mit dem Oberligisten mithalten und verlor nur knapp mit 32:31 (20:18).

Die Offensive agierte wesentlich entschlossener und mit mehr Zug zum Tor und konnte auch das schnelle Spiel nach vorne umsetzen. In der Abwehr taten sich aber immer wieder Lücken auf und luden so den Gegner zu leichten Gegentoren ein. Mit einer etwas kompakteren Defensivleistung wäre sicher eine Punkteteilung möglich gewesen. Das letzte Spiel der Vorrunde bestritten die Rennstädter am Sonntag geben den die HSG Worms, die ebenfalls in der Oberliga Rheinland-Pfalz spielt. Für den HSV hatte die Begegnung nur noch statistischen Wert, dennoch wollte man sich mit einer guten Leistung aus dem Turnier verabschieden.

Die Anfangsphase gehörte dann auch eindeutig dem Badenligisten: die Abwehr zeigte sich aggressiv und gut formiert und Torhüter Lukas Peter hielt die Bälle, die dann doch den Weg Richtung Tor fanden. Dies ermöglichte den ein oder anderen Konter, und so führte man schnell mit 4:1. Zwei ausgelassene Großchancen und einfache Fehler im Spielaufbau verhinderten aber die Möglichkeit die Führung weiter auszubauen. So kämpfte sich Worms wieder heran und es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Führung immer wieder wechselte. Erst in den letzten 5 Minuten schaffte es die Vertretung aus der Pfalz sich abzusetzen, die Kalabic-Truppe musste dem hohen Tempo und den fehlenden Wechseloptionen Tribut zollen und verlor schließlich mit 26:23 (12:11). „Die Ergebnisse waren mir an diesem Wochenende zweitrangig, für uns waren das zusätzliche Trainingseinheiten unter Wettkampfbedingungen. Insgesamt können wir mit unserer Leistung zufrieden sein; dennoch habe gesehen wo unserer Defizite liegen. Daran gilt es in der verbleiben Zeit bis zum Saisonstart am 16. September zu arbeiten.“, so das Resümee des Übungsleiters. „Abzuwarten bleibt noch, wie schwer die Verletzung von Philippe ist, eine genaue Untersuchung steht noch aus.“

Turniersieger wurde die SG Heddesheim, die das Finale gegen die HSG Worms für sich entscheiden konnte. Ein großer Dank geht an den TSV Amicitia Viernheim für die Einladung zu dieser interessanten und perfekt organisierten Veranstaltung.

Das nächste Vorbereitungsspiel findet am Samstag, 18. August, um 17 Uhr gegen einen weiteren Vertreter aus der Oberliga Rheinland-Pfalz statt. In der heimischen Jahnhalle wird dann die HSG Eckbachtal zu Gast sein.

Für den HSV spielten: Robbie Sowden und Lukas Peter im Tor, Tim Anschütz (12), Alexander Diehm, Eric Erles (17/8), Felix Gubernatis (5), Henrik Gubernatis, Rouven Hoffmann (12), Rouven Müller (7), Florian Rech (21), Philippe Schinke (1).

SK

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