Sieben lange Spiele musste der HSV auf ein Erfolgserlebnis warten. Dann war es ausgerechnet gegen den Friedrichsfelder Rivalen im Kampf um den Ligaverbleib soweit. Die Rennstädter traten im von beiden Seiten als Schlüsselspiel bezeichneten Match als echte Einheit auf, behielten zu jeder Zeit die Ruhe und gingen schließlich verdient mit 20:23 (11:11) als Sieger vom Platz. Der Big Point war gelungen.

Vor Anpfiff gab es jedoch eine brutale Hiobsbotschaft für die Kalabic-Truppe. Denn neben den bereits feststehenden Ausfällen Elyasa Balci, Max Rausch, Björn Skade und Robbie Sowden meldete sich auch noch Spielführer Philippe Schinke mit einer Fußblessur ab. Doch wer jetzt glaubte, dass die Gäste derart personell geschwächt verunsichert auftreten würden, lag völlig falsch. Vor allem Jan-Axel Jost zeigte sich bei seinem zweiten Auftritt nach seinem Auslandsaufenthalt gut aufgelegt und erzielte bis zum Spielstand von 5:4 alleine drei Treffer (13.). Danach war die Abtastphase endgültig vorbei und die Hausherren zogen auf 8:5 davon (18.). Trainer Admir Kalabic reagierte, stellte seine Mannen im Time-out neu ein und seine Jungs brachten das Geforderte nachfolgend ohne Wenn und Aber auf die Platte (10:10/ 26.). Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff nahm Keeper David Rojban dem TVF noch einen Strafwurf ab und so ging es mit einem erst recht guten Gefühl zur Halbzeitbesprechung.

Mit Beginn der zweiten Hälfte legte der HSV sogar noch mehr Konsequenz an den Tag. Die Defensive mit Felix Gubernatis auf der Spitze machte Friedrichsfeld das Leben schwer, und das obwohl der Abwehrspezialist schon nach acht Minuten seine zweite Zeitstrafe absitzen musste. Doch auch vorne netzte der Flügelspieler fleißig ein und besorgte gemeinsam mit Alexander Diehm eine Drei-Tore-Führung (13:16/ 39.). Die Gastgeber, allen voran Neuzugang Sebastian Schubert, mühten sich weiter redlich, aber die Rennstädter hielten selbige mit sauber vorgetragenen Angriffen auf Distanz (17:20/ 49.). Nachfolgend neutralisierten sich beide Teams gewissermaßen gegenseitig, der HSV behielt dabei erfreulicherweise stets die Ruhe und somit ebenfalls die Oberhand. Nur beim 20:22 wurde es nochmals gefährlich (58.), was die Kalabic-Truppe Schulter an Schulter bereinigte. Ein verwandelter Abpraller vom eigenen Kreis ins leere Tor durch Rouven Hoffmann besorgte schließlich den Endstand und Gubernatis holte sich – völlig belanglos – doch noch den Roten Karton mit seiner dritten Zeitstrafe ab.

„Ich wiederhole heute gerne meine Worte aus der Vorwoche. Jeder hat gezeigt, dass er verstanden hat, worum es geht. Mit dem erfreulichen Zusatz, dass wir als Sieger vom Feld gegangen sind. Das war ein wichtiger Schritt für den Klassenerhalt, aber nur der erste. Wir dürfen uns nicht ausruhen. Es wird weiter hart gearbeitet“, mahnte der sichtlich erleichterte Kalabic nach Abpfiff.

Denn am 04.02. steht um 17:30 Uhr bereits das genauso bedeutungsvolle Heimspiel gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen 2 an.

HSV: Lang, Rojban; Hoffmann (1), Sidaoui (n.e.), Ziegler, Anschütz (1), Meyer (2/1), F. Gubernatis (5), Diehm (2/1), Darilmaz (n.e.), Gans (6), Jost (5).

ra

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