Handball-Badenliga: Der HSV steht am Sonntag im Derby gegen die HG II gewaltig unter Druck.

Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen für das Nachbarderby in der Handball-Badenliga zwischen dem HSV Hockenheim und der HG Oftersheim/Schwetzingen II nicht sein. Während in der vergangenen Saison die Hockenheimer als Team aus dem vorderen Tabellendrittel in die Partie gingen und die „Zweite“ der HG als Außenseiter startete, sind die Verhältnisse jetzt gerade umgekehrt. Vor dem mit Spannung erwarteten Duell am Sonntag ab 17.30 Uhr in der Jahnhalle sind die HSV-Spieler glatter Außenseiter, nachdem gerade einmal vier Punkte nach sieben Spielen auf dem Konto sind und die HG grüßt dagegen von einem Spitzenplatz.

Hockenheims Vorstandsmitglied Henrik Gubernatis will gar nichts beschönigen: „Als kurz vor Rundenstart Janis Wolf und Mark Zorn aus gesundheitlichen Gründen passen mussten, hat die Misere bei uns begonnen. Und dann haben sich nacheinander Philippe Schinke, Sergiu Dumitru und Simon Gans – alles Rückraumspieler – verletzt. Jetzt stehen wir mit dem Rücken zur Wand und müssen hoffen, dass es bald Entwarnung im Personalbereich gibt…“ Und auch HSV-Trainer Daniel Müller ist mit der derzeitigen Situation natürlich nicht zufrieden. Neben den Trainingseinheiten stehen jetzt auch intensive Gespräche mit den Akteuren auf dem Plan. Ebenso wie sein Co-Trainer Hendrik Nees weiß allerdings auch der „Chef“ selbst, „dass wir an unserer unsäglichen Fehlerquote arbeiten müssen. Wir müssen effektiver und deshalb auch konzentrierter arbeiten, das sind die Attribute, die uns in der Vorbereitung ausgezeichnet haben. Dann kommt auch Sicherheit in unser Spiel…“

Dabei wird sich an der Personallage gegenüber den letzten Wochen nicht viel ändern. Schinke und Dumitru fallen aus, Gans versucht’s mit Kurzeinsätzen in der Abwehr. Dafür ist Marius Meyer wieder an Bord und auch Max Rausch – derzeit einziger Rückraum-Shooter – genießt das Vertrauen. „Wir sind natürlich die Außenseiter. Wir gehen mit drei Pleiten in Folge ins Derby, die HG hat dreimal nacheinander gewonnen. Das spricht für sich. Aber vielleicht können wir den Bock umstoßen?“, hofft Müller auf ein kleines Handball-Wunder. teu

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