Mirko Hess effektiv – Pascal Lang hält wie der Teufel  

 Mit einem hochverdienten 30:26 (17:10)-Heimsieg gegen den TV Hardheim hat sich der HSV Hockenheim bei seinem treuen Anhang aus der laufenden Saison in der Handball-Badenliga verabschiedet – am kommenden Samstag steht nur noch das letzte Auswärtsspiel bei der stark abstiegsbedrohten TSG Eintracht Plankstadt auf dem Plan. Seit langem konnten die Hockenheimer endlich wieder einmal eine komplette Mannschaft aufbieten – auch wenn Eli Balci, David Rojban und Pascal Freiseis noch fehlten. Dafür sprangen Jan Axel Jost, Luca Mansel, Max Rausch und Rouven Hoffmann in die Bresche. Mit diesem Erfolg haben sich die HSV-Spieler urplötzlich auf Rang fünf verbessert – allerdings nur mit minimalem Vorsprung auf die nächsten Verfolger.

 In seinem allerletzten Spiel für den HSV wartete Mirko Hess noch einmal mit einer höchst effektiven Leistung auf. Für seine zehn Treffer benötigte er nur 14 Versuche und machte deutlich, wie schmerzlich er in jeder Beziehung dem HSV in Zukunft fehlen wird. Aber noch einer spielte sich bei Hockenheim weit in den Vordergrund: Torwart Pascal Lang lieferte zwischen den Pfosten ein grandioses Spiel ab und wurde schon zur Pause mit einer Quote von fast 60 (!) Prozent parierter gegnerischer Würfe gefeiert. Hinzu gesellte sich beim Sieger eine vor allem im ersten Durchgang sehr gute Abwehrleistung, in der Philippe Schinke mit viel Einsatz Regie führte. Am Hardheimer Kreis wirbelte erfolgreich Tim Anschütz.

 HSV-Trainer Daniel Müller freute sich, „weil wir uns mit einer feinen Leistung von unseren treuen Anhängern verabschiedet haben. Über zwei Drittel des Spiels haben wir unsere Vorhaben fast alle umgesetzt. Zwischendurch – vom 21:12 bis zum 22:18 – haben unsere berühmten zehn schwachen Minuten dafür gesorgt, dass das Spiel noch einmal unnötig spannend geworden ist. Aber an unserem Erfolg war doch nie zu zweifeln…“ Keeper Lang machte gleich nach dem Abpfiff deutlich, wem er es zu verdanken hat, dass er überhaupt spielen konnte: „Im Abschlusstraining am Freitag habe ich mir den linken Fuß verdreht. Lange war an ein Spielen gegen Hardheim nicht zu denken. Aber unser Physio Stefan Grün hat mich wieder einigermaßen hingekriegt. Ihm habe ich alles zu verdanken…“

 Die Geschichte des Spiels war lange Zeit ganz deutlich. Mirko Hess (4), Simon Gans und der junge Rouven Hoffmann stellten bis zur 9. Minute auf 6:1. Hardheim kam kaum einmal zum Zug – immer wieder stand Teufelskerl Lang im Weg. Nach dem 7:4 (16.) sorgte in erster Linie Hess dafür, dass der HSV keine Sorgen haben muss. Und auch Philippe Schinke, Max Rausch und Alexander Diehm zeigten sich von ihrer besten Seite und waren allesamt für den hohen 17:10-Pausenvorsprung verantwortlich. In der zweiten Halbzeit erhöhte Hockenheim schnell auf 21:12 (35.). Doch jetzt kam plötzlich ein Riss ins Spiel der Gastgeber. Fast ein Dutzend Großchancen – darunter auch vier Siebenmeter – konnten nicht genutzt werden. Die Folge war das 22:18 (45.). Danach aber wieder effektiveres Spiel des HSV – auch die vermeintlichen Ersatzspieler kamen zum Einsatz und Hockenheim zum 30:26-Erfolg.

 HSV: Lang, Mansel; Anschütz (4/1), Schwögler (1), Rausch (2), Gans (3/1), Hoffmann (1), F. Gubernatis, Hess (10/4), Diehm (3), Jost, Dumitru, Meyer (1), Schinke (5). 

 teu    

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