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Der HSV wieder in der richtigen Spur

Handball-Badenliga: Hockenheim gewinnt gegen die SG Stutensee/Weingarten mit 29:20-Toren.

 

Mit einer deutlichen Leistungssteigerung und einem souverän herausgespielten 29:20 (13:12)-Heimerfolg gegen die SG Stutensee/Weingarten hat sich der HSV Hockenheim in der Handball-Badenliga mit Nachdruck für die vorangegangene Auftakt-Niederlage in Eggenstein wieder ins rechte Licht gesetzt und bewiesen, dass der Verein auch immer größer werdende Personalsorgen wegstecken kann. Denn im Spiel gegen die SG musste der HSV wegen verschiedener Gründe auf Elyasa Balci, Sergiu Dumitru und Simon Gans verzichten. USA-Heimkehrer Philippe Schinke stand dafür wieder bereit und ging fast ohne Training ins so wichtige erste Heimspiel der neuen Saison und Niklas Korz – aufgerückt aus dem HSV-Ib-Team – konnte mit gleich drei Treffern beweisen, wie wichtig auch er für die Mannschaft ist.

Und den HSV- wie auch den SG-Akteuren merkte man in den ersten Minuten des Spiels an, welch große Bedeutung diese Partie hatte, denn beide Teams hatten ihre Eröffnungsspiele in den Sand gesetzt und allen war bekannt, was eine zweite Niederlage in Folge für weitreichende Bedeutung hätte. Da wurde über so manchen Abspiel- und technischen Fehler in der ersten Halbzeit hinweggesehen. Deutlich wurde vor allem auf Hockenheimer Seite, dass jeder Spieler den „Eggensteiner Albtraum“ wegradieren wollte.

Da wurde endlich um jeden Ball gefightet, jeder versuchte seine Aufgaben möglichst ohne viele Fehler zu bewerkstelligen und besonders positiv war der enorme Leistungsanstieg von Torwart David Rojban, der mit zwölf tollen Abwehraktionen allein im zweiten Durchgang sein Team in der richtigen Spur hielt. Aber nicht nur er verdiente sich von der mageren Zuschauer-Kulisse Sonderlob. In dieser Hinsicht ist auch Linkshänder Pascal Freiseis zu nennen, der mit acht Treffern nicht nur bester Werfer war, sondern mit viel Übersicht agierte und jede noch so kleine gegnerische Lücke nutzte. Ihm nicht viel nach standen die erfahrenen Kräfte Mirko Hess und Felix Gubernatis, die auf der linken Seite für mächtig viel Druck sorgten und ebenso eine deutlich höhere Treffer-Quote hatten als eine Woche zuvor. Aber auch bei den anderen HSV-Spielern – allen voran bei Tim Anschütz, Alexander Volz, Marcel Schwögler und Neuzugang Marius Meyer – war der unbedingte Sieg-Wille spürbar. Und dass Schinke ein HSV-Leistungsträger ist, das ist längst bekannt. Nicht nur wegen seiner vier Treffer spielte sich wieder in die Herzen der Anhänger, auch in der Abwehr ist er nicht zu ersetzten.

Kein Wunder, dass sich nach dem Spiel ein „aufgeräumter“ HSV-Trainer Daniel Müller zeigte: „Ich habe fest an meine Mannschaft geglaubt, die nach einer schwierigen ersten Halbzeit dann schnell zur Normalform gefunden und auch in dieser Höhe verdient gewonnen hat. Die konzentrierten Trainingseinheiten in dieser Woche haben sich bezahlt gemacht. Gefreut hat mich besonders, dass Marius und Niklas so schnell ins Team gefunden haben. Jetzt haben wir die Badenliga 2016/17 erreicht…“

Beide Mannschaften lieferten sich in der ersten Hälfte ein hartes Duell mit zahlreichen Zeitstrafen. Die Führungen wechselten hin und her. Erst zwei Sekunden vor der Pause warf Freiseis das 13:12 für Hockenheim. Im zweiten Durchgang ließ der HSV dann zehn Minuten kein Gegentor zu und zog nach Toren von Freiseis (2), Volz, und Hess auf 17:12 davon. Keeper Rojban wehrte in dieser Phase gleich zwei Siebenmeter ab. Das war eine Vorentscheidung. In der Schlussphase – nach dem 26:16 – konnte es sich Hockenheim erlauben, fünf Riesenchancen auszulassen. Am guten Gesamteindruck tat das keinen Abbruch. Mit dem Sieg schaffte der HSV gute Voraussetzungen fürs Derby am Samstag in Wiesloch.

HSV: Rojban, Lang; Freiseis (8/2), Korz (3), Anschütz (2), Schwögler (2), F. Gubernatis (2), Hess (3/1), Volz (3), Meyer (2), Schinke (4).  teu

Coach Müller ärgert das Fehlwurf-Festival seiner Mannschaft

Hockenheim verliert beim Neuling TG Eggenstein mit 26:29-Toren.

Der HSV Hockenheim ist mit einem gehörigen Fehlstart in die neue Saison der Handball-Badenliga gestartet, denn zum Auftakt gab es eine böse 26:29 (9:14)-Klatsche beim Aufsteiger TG Eggenstein. Dabei spielten die gewaltigen Personalsorgen bei den Hockenheimern allerdings eine gewaltige Rolle, denn sie mussten aus verschiedenen Grünen auf Elyasa Balci, Philippe Schinke und Simon Gans – Praktisch auf den kompletten Rückraum – verzichten. Gans versuchte es beim Warmmachen, musste dann aber abbrechen, weil ihn eine im Training erlittene Zerrung zu schaffen macht. Zu allem Überfluss musste dann auch noch Sergiu Dumitru in der 48. Minute passen, als gleich zwei Spieler auf seinen rechten Fuß fielen. Um einigermaßen wettbewerbsfähig zu bleiben, wechselte Niklas Korz aus der Ib-Mannschaft ins Team und der Ex-Schwetzinger Marius Meyer feierte sein Debüt im HSV-Dress, war nach langer Verletzungspause aber längst noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte.

Aber trotz aller Personalsorgen hätte der HSV die Partie in Eggenstein nie und nimmer verlieren dürfen, wenn die eigene Chancenverwertung auch nur einigermaßen gestimmt hätte. Trainer Daniel Müller brachte es noch in der Halle auf den Punkt: „Wenn man sage und schreibe 21 gute Tormöglichkeiten nicht nutzen kann, verliert man auch gegen einen Kreisligisten. Ich kann mir dieses Fehlwurf-Festival einfach nicht erklären.“ Durch die Bank versiebten die Hockenheimer Werfer eine Großchance nach der anderen, bauten mit inakzeptablen Würfen den Eggensteiner Torhüter Sven Bastian geradezu auf, der von den 400 TG-Fans praktisch im Minutentakt gefeiert wurde. Hinzu kam, dass die sonst so zuverlässigen Hockenheimer Torhüter David Rojban und Pascal Lang kaum einen Ball zu fassen kriegten.

Vor allem in der ersten Halbzeit lieferte Hockenheim ein erschreckendes Handballspiel ab. Dabei lag es keinesfalls an den spielerischen Möglichkeiten, denn ein ums andere Mal wurden klare Chancen erspielt, doch beim Torwurf schienen die Gäste irgendwie blockiert. Allein vier Tempogegenstöße, ein Siebenmeter und freie Bälle in Hülle und Fülle wurden versiebt. Nicht nur den HSV-Fans standen die Haare zu Berg. Die Folge war der Hockenheimer 9:14-Rückstand beim Wechsel, der dem Neuling die nötige Sicherheit gab und dem Gast eigentlich aufzeigen musste, dass mit Leichtfertigkeiten kein Spiel zu gewinnen ist.

In der zweiten Halbzeit ging endlich ein Ruck durchs Team. Jetzt war’s vor allem Mirko Hess, der zur Aufholjagd blies. Und auch Felix Gubenatis und Pascal Freiseis trafen hin und wieder ins Schwarze. Eggensteins überragender Spielmacher Gerrit Kirsch wurde von Gubernatis erfolgreich an die kurze Leine gelegt. Und dann schienen die Hockenheimer Bemühungen in der 55. Minute doch noch Früchte zu tragen, als Gubernatis beim 24:25 den Anschluss-Treffer erzielt hatte. Dann aber wieder HSV-Blackouts beim Torwurf, Eggenstein enteilte auf 28:25 und Hockenheim war geschlagen. HSV-Betreuer Hubert Renz meinte hernach vielsagend: „Vielleicht hätte die Maßnahme mit Kirsch deutlich vorher passieren müssen. Das muss ich unserer Mannschaft einfach ankreiden…“

HSV: Rojban, Lang; Freiseis (4/2), Korz, Anschütz (2), Schwögler, Gubernatis (6), Hess (11/4), Volz (1), Dumitru (2), Meyer, Gans (n.e.).   teu

Für den HSV liegt die Messlatte sehr hoch

Handball-Badenliga: Vor der neuen Saison kurzfristige Wechsel in Hockenheim.

Wenige Tage vor Beginn der neuen Saison in der Handball-Badenliga mit dem Auswärtsspiel am 18. September, 17 Uhr,  beim Neuling TG Eggenstein müsste Trainer Daniel Müller mit den Resultaten in der Vorbereitung eigentlich zufrieden sein, denn von den zehn Testspielen haben seine Schützlinge sieben gewonnen, zwei Partien sind unentschieden ausgegangen und nur das Derby gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen wurde verloren. Doch Müller wie auch sein neuer Co-Trainer Hendrik Nees wissen um die Schwere der Aufgabe in der neuen Runde. Vor allem auch deshalb, weil es beim HSV vor wenigen Tagen doch einschneidende Personalwechsel gegeben hat. Der routinierte Abwehrspezialist und Kreisläufer Mark Zorn hat nach gravierenden Rückenbeschwerden auf Anraten seiner Ärzte seine Handballkarriere beendet und Linkshänder Janis Wolf wird aus Krankheitsgründen bis Ende des Jahres nicht spielen können. „Das sind zwei Leistungsträger, die kaum ersetzt werden können“, will Daniel Müller aber gar nicht groß klagen, denn auch bei vielen Konkurrenten sieht die Personalsituation auch nicht rosig aus. „Wir müssen jetzt alle eine Schippe drauflegen“, fordert der Coach von seiner Mannschaft.

Und wieder einmal sind die Hockenheimer Verantwortlichen beim Nachbarn HG Oftersheim/Schwetzingen in der bangen Frage nach Ersatz fündig geworden. Erst vor kurzem hat der 23-Jährige Marius Meyer dem HSV seine Zusage gegeben. Der gelernte Kreisläufer spielte zuletzt in der HG-Ib-Mannschaft, befindet sich nach einer Fußoperation allerdings noch im Aufbautraining. Meyer soll langfristig für Mark Zorn den Part am gegnerischen Kreis zusammen mit dem etablierten Tim Anschütz übernehmen.

Ansonsten hat sich im Badenliga-Kader der Hockenheimer wenig verändert. Lediglich Dymal Kernja hat den Verein Richtung Oberligist SG Heddesheim verlassen. Die nächsten zwei Monate muss der HSV zudem auch auf Jan Axel Jost verzichten, der beruflich in den USA weilt. „Dass wir in den letzten Tests trotz permanenter Personalsorgen so gut abgeschnitten haben, freut mich. Wir haben unsere Routine ausspielen können und mit Rouven Hoffmann, Osman Sidaoui und Niklas Korz auch auf Spieler aus der Ib-Mannschaft zurückgreifen können, die immer mehr den Anschluss an die Liga-Mannschaft finden“, lobt Coach Müller. Hier hat sich bewährt, dass erste und zweite HSV-Mannschaft einen Teil ihres Trainings zusammen absolvieren und taktisch einheitlich geschult werden. „Ein Übergang erfolgt dann nahtlos“, hoffen die beiden Trainer Daniel Müller und Markus Haupt vom Ib-Team.

Wenn in diesem Jahr über die künftige Favoritenrolle in der Badenliga gesprochen wird, herrscht durchgehend die Meinung vor, dass in dieser Runde die Messlatte für den HSV sehr hoch liegen wird. Daniel Müller hofft dennoch, dass sein Team wieder in der Spitzengruppe angesiedelt sein wird… teu

HSV II auch in Walldorf erfolgreich

Knapper 28:27-Sieg der Haupt-Truppe lässt für die Zukunft hoffen.

 

Die zweite Hockenheimer HSV-Mannschaft blieb auch in ihrem zweitletzten Testspiel vor Rundenstart erfolgreich. Beim Heidelberger Kreisligisten Astoria Walldorf siegte HSV II knapp mit 28:27 Toren. Dabei taten sich die Hockenheimer in der ersten Halbzeit sehr schwer, kamen nur mühsam ins Spiel und liefen lange einem Rückstand hinterher. Erst zu Beginn der zweiten Hälfte wendete sich das Blatt. In der 40. Minute lagen die HSV-Spieler 20:18 vorn und gaben das Geschehen dann nicht mehr aus der Hand. Coach Haupt konnte in Abwehr und Angriff sogar variieren – an der HSV-Vormachtstellung änderte sich nichts. Der HSV-Trainer war hernach zufrieden: „Jeder hat toll gekämpft und den Gegner zu Fehlern gezwungen. Vor allem der Einsatz meiner Spieler hat mir gut gefallen…“ Auffälliger Hockenheimer Spieler war der neunfache Torschütze Moritz Schränkler. – Den letzten Test bestreitet HSV II am Montag, 26. September beim TV Brühl.

In Walldorf spielte der HSV II mit: Lutz, Stohner; Hoffmann (1), Pflaumbaum (3), Schüßler (3), Schränkler (9/1), Korz (3), Sidaoui, Häusler, Kauther (3), Roth (5/1), Jurlina (1).   teu

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Handball-Badenliga: Hockenheim gewinnt gegen die SG Stutensee/Weingarten mit 29:20-Toren.

 

Mit einer deutlichen Leistungssteigerung und einem souverän herausgespielten 29:20 (13:12)-Heimerfolg gegen die SG Stutensee/Weingarten hat sich der HSV Hockenheim in der Handball-Badenliga mit Nachdruck für die vorangegangene Auftakt-Niederlage in Eggenstein wieder ins rechte Licht gesetzt und bewiesen, dass der Verein auch immer größer werdende Personalsorgen wegstecken kann. Denn im Spiel gegen die SG musste der HSV wegen verschiedener Gründe auf Elyasa Balci, Sergiu Dumitru und Simon Gans verzichten. USA-Heimkehrer Philippe Schinke stand dafür wieder bereit und ging fast ohne Training ins so wichtige erste Heimspiel der neuen Saison und Niklas Korz – aufgerückt aus dem HSV-Ib-Team – konnte mit gleich drei Treffern beweisen, wie wichtig auch er für die Mannschaft ist.

Und den HSV- wie auch den SG-Akteuren merkte man in den ersten Minuten des Spiels an, welch große Bedeutung diese Partie hatte, denn beide Teams hatten ihre Eröffnungsspiele in den Sand gesetzt und allen war bekannt, was eine zweite Niederlage in Folge für weitreichende Bedeutung hätte. Da wurde über so manchen Abspiel- und technischen Fehler in der ersten Halbzeit hinweggesehen. Deutlich wurde vor allem auf Hockenheimer Seite, dass jeder Spieler den „Eggensteiner Albtraum“ wegradieren wollte.

Da wurde endlich um jeden Ball gefightet, jeder versuchte seine Aufgaben möglichst ohne viele Fehler zu bewerkstelligen und besonders positiv war der enorme Leistungsanstieg von Torwart David Rojban, der mit zwölf tollen Abwehraktionen allein im zweiten Durchgang sein Team in der richtigen Spur hielt. Aber nicht nur er verdiente sich von der mageren Zuschauer-Kulisse Sonderlob. In dieser Hinsicht ist auch Linkshänder Pascal Freiseis zu nennen, der mit acht Treffern nicht nur bester Werfer war, sondern mit viel Übersicht agierte und jede noch so kleine gegnerische Lücke nutzte. Ihm nicht viel nach standen die erfahrenen Kräfte Mirko Hess und Felix Gubernatis, die auf der linken Seite für mächtig viel Druck sorgten und ebenso eine deutlich höhere Treffer-Quote hatten als eine Woche zuvor. Aber auch bei den anderen HSV-Spielern – allen voran bei Tim Anschütz, Alexander Volz, Marcel Schwögler und Neuzugang Marius Meyer – war der unbedingte Sieg-Wille spürbar. Und dass Schinke ein HSV-Leistungsträger ist, das ist längst bekannt. Nicht nur wegen seiner vier Treffer spielte sich wieder in die Herzen der Anhänger, auch in der Abwehr ist er nicht zu ersetzten.

Kein Wunder, dass sich nach dem Spiel ein „aufgeräumter“ HSV-Trainer Daniel Müller zeigte: „Ich habe fest an meine Mannschaft geglaubt, die nach einer schwierigen ersten Halbzeit dann schnell zur Normalform gefunden und auch in dieser Höhe verdient gewonnen hat. Die konzentrierten Trainingseinheiten in dieser Woche haben sich bezahlt gemacht. Gefreut hat mich besonders, dass Marius und Niklas so schnell ins Team gefunden haben. Jetzt haben wir die Badenliga 2016/17 erreicht…“

Beide Mannschaften lieferten sich in der ersten Hälfte ein hartes Duell mit zahlreichen Zeitstrafen. Die Führungen wechselten hin und her. Erst zwei Sekunden vor der Pause warf Freiseis das 13:12 für Hockenheim. Im zweiten Durchgang ließ der HSV dann zehn Minuten kein Gegentor zu und zog nach Toren von Freiseis (2), Volz, und Hess auf 17:12 davon. Keeper Rojban wehrte in dieser Phase gleich zwei Siebenmeter ab. Das war eine Vorentscheidung. In der Schlussphase – nach dem 26:16 – konnte es sich Hockenheim erlauben, fünf Riesenchancen auszulassen. Am guten Gesamteindruck tat das keinen Abbruch. Mit dem Sieg schaffte der HSV gute Voraussetzungen fürs Derby am Samstag in Wiesloch.

HSV: Rojban, Lang; Freiseis (8/2), Korz (3), Anschütz (2), Schwögler (2), F. Gubernatis (2), Hess (3/1), Volz (3), Meyer (2), Schinke (4).  teu

Hockenheim verliert beim Neuling TG Eggenstein mit 26:29-Toren.

Der HSV Hockenheim ist mit einem gehörigen Fehlstart in die neue Saison der Handball-Badenliga gestartet, denn zum Auftakt gab es eine böse 26:29 (9:14)-Klatsche beim Aufsteiger TG Eggenstein. Dabei spielten die gewaltigen Personalsorgen bei den Hockenheimern allerdings eine gewaltige Rolle, denn sie mussten aus verschiedenen Grünen auf Elyasa Balci, Philippe Schinke und Simon Gans – Praktisch auf den kompletten Rückraum – verzichten. Gans versuchte es beim Warmmachen, musste dann aber abbrechen, weil ihn eine im Training erlittene Zerrung zu schaffen macht. Zu allem Überfluss musste dann auch noch Sergiu Dumitru in der 48. Minute passen, als gleich zwei Spieler auf seinen rechten Fuß fielen. Um einigermaßen wettbewerbsfähig zu bleiben, wechselte Niklas Korz aus der Ib-Mannschaft ins Team und der Ex-Schwetzinger Marius Meyer feierte sein Debüt im HSV-Dress, war nach langer Verletzungspause aber längst noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte.

Aber trotz aller Personalsorgen hätte der HSV die Partie in Eggenstein nie und nimmer verlieren dürfen, wenn die eigene Chancenverwertung auch nur einigermaßen gestimmt hätte. Trainer Daniel Müller brachte es noch in der Halle auf den Punkt: „Wenn man sage und schreibe 21 gute Tormöglichkeiten nicht nutzen kann, verliert man auch gegen einen Kreisligisten. Ich kann mir dieses Fehlwurf-Festival einfach nicht erklären.“ Durch die Bank versiebten die Hockenheimer Werfer eine Großchance nach der anderen, bauten mit inakzeptablen Würfen den Eggensteiner Torhüter Sven Bastian geradezu auf, der von den 400 TG-Fans praktisch im Minutentakt gefeiert wurde. Hinzu kam, dass die sonst so zuverlässigen Hockenheimer Torhüter David Rojban und Pascal Lang kaum einen Ball zu fassen kriegten.

Vor allem in der ersten Halbzeit lieferte Hockenheim ein erschreckendes Handballspiel ab. Dabei lag es keinesfalls an den spielerischen Möglichkeiten, denn ein ums andere Mal wurden klare Chancen erspielt, doch beim Torwurf schienen die Gäste irgendwie blockiert. Allein vier Tempogegenstöße, ein Siebenmeter und freie Bälle in Hülle und Fülle wurden versiebt. Nicht nur den HSV-Fans standen die Haare zu Berg. Die Folge war der Hockenheimer 9:14-Rückstand beim Wechsel, der dem Neuling die nötige Sicherheit gab und dem Gast eigentlich aufzeigen musste, dass mit Leichtfertigkeiten kein Spiel zu gewinnen ist.

In der zweiten Halbzeit ging endlich ein Ruck durchs Team. Jetzt war’s vor allem Mirko Hess, der zur Aufholjagd blies. Und auch Felix Gubenatis und Pascal Freiseis trafen hin und wieder ins Schwarze. Eggensteins überragender Spielmacher Gerrit Kirsch wurde von Gubernatis erfolgreich an die kurze Leine gelegt. Und dann schienen die Hockenheimer Bemühungen in der 55. Minute doch noch Früchte zu tragen, als Gubernatis beim 24:25 den Anschluss-Treffer erzielt hatte. Dann aber wieder HSV-Blackouts beim Torwurf, Eggenstein enteilte auf 28:25 und Hockenheim war geschlagen. HSV-Betreuer Hubert Renz meinte hernach vielsagend: „Vielleicht hätte die Maßnahme mit Kirsch deutlich vorher passieren müssen. Das muss ich unserer Mannschaft einfach ankreiden…“

HSV: Rojban, Lang; Freiseis (4/2), Korz, Anschütz (2), Schwögler, Gubernatis (6), Hess (11/4), Volz (1), Dumitru (2), Meyer, Gans (n.e.).   teu

Handball-Badenliga: Vor der neuen Saison kurzfristige Wechsel in Hockenheim.

Wenige Tage vor Beginn der neuen Saison in der Handball-Badenliga mit dem Auswärtsspiel am 18. September, 17 Uhr,  beim Neuling TG Eggenstein müsste Trainer Daniel Müller mit den Resultaten in der Vorbereitung eigentlich zufrieden sein, denn von den zehn Testspielen haben seine Schützlinge sieben gewonnen, zwei Partien sind unentschieden ausgegangen und nur das Derby gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen wurde verloren. Doch Müller wie auch sein neuer Co-Trainer Hendrik Nees wissen um die Schwere der Aufgabe in der neuen Runde. Vor allem auch deshalb, weil es beim HSV vor wenigen Tagen doch einschneidende Personalwechsel gegeben hat. Der routinierte Abwehrspezialist und Kreisläufer Mark Zorn hat nach gravierenden Rückenbeschwerden auf Anraten seiner Ärzte seine Handballkarriere beendet und Linkshänder Janis Wolf wird aus Krankheitsgründen bis Ende des Jahres nicht spielen können. „Das sind zwei Leistungsträger, die kaum ersetzt werden können“, will Daniel Müller aber gar nicht groß klagen, denn auch bei vielen Konkurrenten sieht die Personalsituation auch nicht rosig aus. „Wir müssen jetzt alle eine Schippe drauflegen“, fordert der Coach von seiner Mannschaft.

Und wieder einmal sind die Hockenheimer Verantwortlichen beim Nachbarn HG Oftersheim/Schwetzingen in der bangen Frage nach Ersatz fündig geworden. Erst vor kurzem hat der 23-Jährige Marius Meyer dem HSV seine Zusage gegeben. Der gelernte Kreisläufer spielte zuletzt in der HG-Ib-Mannschaft, befindet sich nach einer Fußoperation allerdings noch im Aufbautraining. Meyer soll langfristig für Mark Zorn den Part am gegnerischen Kreis zusammen mit dem etablierten Tim Anschütz übernehmen.

Ansonsten hat sich im Badenliga-Kader der Hockenheimer wenig verändert. Lediglich Dymal Kernja hat den Verein Richtung Oberligist SG Heddesheim verlassen. Die nächsten zwei Monate muss der HSV zudem auch auf Jan Axel Jost verzichten, der beruflich in den USA weilt. „Dass wir in den letzten Tests trotz permanenter Personalsorgen so gut abgeschnitten haben, freut mich. Wir haben unsere Routine ausspielen können und mit Rouven Hoffmann, Osman Sidaoui und Niklas Korz auch auf Spieler aus der Ib-Mannschaft zurückgreifen können, die immer mehr den Anschluss an die Liga-Mannschaft finden“, lobt Coach Müller. Hier hat sich bewährt, dass erste und zweite HSV-Mannschaft einen Teil ihres Trainings zusammen absolvieren und taktisch einheitlich geschult werden. „Ein Übergang erfolgt dann nahtlos“, hoffen die beiden Trainer Daniel Müller und Markus Haupt vom Ib-Team.

Wenn in diesem Jahr über die künftige Favoritenrolle in der Badenliga gesprochen wird, herrscht durchgehend die Meinung vor, dass in dieser Runde die Messlatte für den HSV sehr hoch liegen wird. Daniel Müller hofft dennoch, dass sein Team wieder in der Spitzengruppe angesiedelt sein wird… teu

Knapper 28:27-Sieg der Haupt-Truppe lässt für die Zukunft hoffen.

 

Die zweite Hockenheimer HSV-Mannschaft blieb auch in ihrem zweitletzten Testspiel vor Rundenstart erfolgreich. Beim Heidelberger Kreisligisten Astoria Walldorf siegte HSV II knapp mit 28:27 Toren. Dabei taten sich die Hockenheimer in der ersten Halbzeit sehr schwer, kamen nur mühsam ins Spiel und liefen lange einem Rückstand hinterher. Erst zu Beginn der zweiten Hälfte wendete sich das Blatt. In der 40. Minute lagen die HSV-Spieler 20:18 vorn und gaben das Geschehen dann nicht mehr aus der Hand. Coach Haupt konnte in Abwehr und Angriff sogar variieren – an der HSV-Vormachtstellung änderte sich nichts. Der HSV-Trainer war hernach zufrieden: „Jeder hat toll gekämpft und den Gegner zu Fehlern gezwungen. Vor allem der Einsatz meiner Spieler hat mir gut gefallen…“ Auffälliger Hockenheimer Spieler war der neunfache Torschütze Moritz Schränkler. – Den letzten Test bestreitet HSV II am Montag, 26. September beim TV Brühl.

In Walldorf spielte der HSV II mit: Lutz, Stohner; Hoffmann (1), Pflaumbaum (3), Schüßler (3), Schränkler (9/1), Korz (3), Sidaoui, Häusler, Kauther (3), Roth (5/1), Jurlina (1).   teu

Glatter 30:20-Heimerfrolg gegen SG Hambrücken/Weiher II.

 

Einen auch in dieser Höhe verdienten 30:20 (14:10)-Heimsieg feierte die zweite Hockenheimer HSV-Mannschaft kurz vor Start in die Saison der 2. Handball-Kreisliga gegen SG Hambrücken/Weiher II. Die Truppe von Trainer Markus Haupt imponierte vor allem mit einer recht guten Chancenverwertung und guten Abwehraktionen. Positiv zahlte sich beim HSV aus, dass Moritz Schränkler nach vielen Wochen wieder zurück im Team war, zudem sorgten auch die Youngster Chris Roth, Vincent Jurlina und Rouven Hoffmann für „Bluterfrischung“.

Probleme gab es für die Hockenheimer „Zweite“ eigentlich nie. Nur beim 7:6 Mitte der ersten Halbzeit kamen die Gäste etwas auf, konnten den HSV aber nie in Gefahr bringen. Nach der Pause (14:10) spielte Hockenheim dann sein größeres Stehvermögen aus und lag in der 50. Minute beim 27:14 sogar deutlich vorn. Danach ließ es der Gastgeber bis zum 30:20 locker angehen.

HSV II: Dr. Jakubik, Lutz; Hoffmann, Jurlina, Schüßler, Schränkler (5), Rausch (5), Korz (2/1), Roth (4), Kauther (3), Pflaumbaum (2), Häusler (2), Lützel (3), Birk (4).   teu

Gegen den TSV Wieblingen reicht es nur zu einem 21:21.

 

Mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft absolvierte der Handball-Badenligist HSV Hockenheim seinen letzten Test gegen den Verbandsligisten TSV Wieblingen und erreichte nur ein 21:21 (14:12). Ohne den kompletten Rückraum mit Philippe Schinke, Simon Gans, Sergiu Dumitru und Alexander Volz, die alle urlaubs- oder krankheitsbedingt ausfielen, lief das HSV-Spiel nur 20 Minuten so, wie es sich das Trainergespann Daniel Müller und Hendrik Nees vorgestellt hatte. Aus der Ib-Mannschaft waren kurzfristig Niklas Korz und Lukas Pflaumbaum ins Aufgebot gerückt. Das Debüt von Kreisläufer Marius Meyer (früher HG Oftersheim/Schwetzingen) war das einzig Besondere an diesem Spiel, das auf HSV-Seite viele Wünsche übrig ließ.

Im ersten Durchgang setzte noch Hockenheim die Akzente, führte zeitweise mit drei Toren. Nach dem 14:12 zur Pause waren es dann aber die Wieblinger, die sich herankämpften und sogar 19:18 in Führung gingen. Nur mit viel Einsatz und Einzelleistungen rettete der HSV das 21:21. Für die HSV-Verantwortlichen brachte der Test jedenfalls keine neuen Erkenntnisse. – HSV: Rojban, Lang; Pflaumbaum (2), Freiseis (5/2), Anschütz (3), Meyer, F. Gubernatis (4), Hess (4/1), Balci (3), Schwögler.   teu

Den Verbandsligisten TSG Dossenheim mit 26:24-Toren förmlich niedergerungen.

Im zweitletzten Handball-Vorbereitungsspiel siegte der erneut stark ersatzgeschwächt angetretene Badenligist HSV Hockenheim bei der eine Klasse tiefer beheimateten TSG Dossenheim mit 26:24 (8:13)-Toren. Die Rennstädter mussten in der schmucken Dossenheimer Halle erst den Schock des „absoluten Harzverbots“ verkraften – und benötigten geschlagene 45 Minuten dazu. In dieser Zeit bestimmte die TSG eindeutig das Geschehen, weil der HSV ein ums andere Mal Fehlwürfe fabrizierte. Zur Pause lagen die Dossenheimer schon 13:8 vorn und alles sah nach einem Hockenheimer Debakel aus. Eine Viertelstunde vor dem Ende zeigte die Müller-Truppe dann aber endlich Charakter, schaffte nicht nur das 21:21, sondern behielt in der Endphase auch die Übersicht und erzielte das nicht mehr für möglich gehaltene 26:24. Simon Gans (6) und Felix Gubernatis (4) waren die erfolgreichsten Hockenheimer Spieler. Coach Müller konnte dem Spiel nicht viel abgewinnen: „Das waren heute besondere Umstände. Wir haben wieder einmal drastisch vor Augen geführt bekommen, dass wir ohne Harz einfach nicht zu unserer Form finden. Allein der Sieg täuscht über viel hinweg…“

HSV: Lang, Rojban; Hoffmann (3), Freiseis (1/1), Schwögler (3), Balci (3), Sidaoui (1), Anschütz (2), F. Gubernatis (4), Gans (6), Volz (3).   teu