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HSV II kriecht auf dem Zahnfleisch

Handball-Kreisliga: Haupt-Truppe war beim 23:35 in Weinheim ohne Chance.

Personell arg gehandicapt musste die zweite Hockenheimer HSV-Mannschaft beim Tabellenführer der 2. Handball-Kreisliga, TSG Weinheim, antreten und verlor deutlich mit 23:35 (13:21)-Toren. Damit büßte die Truppe von Trainer Markus Haupt auch ihre gute Position in der Verfolgergruppe ein. Die verletzten oder unabkömmlichen Stammspielern Chris Roth, Osman Sidaoui, Lukas Fritsch, Luca Mansell und Vincent Jurlina mussten allesamt ersetzt werden. Dafür feierte der bereits 40-jährige Stephan Neumann nach neun Monaten sein Comeback und auch Manuel Haasis – eigentlich Team-Manager der ersten Mannschaft – half der „Zweiten“ aus der Personalnot.

Doch „der Karren war praktisch von der ersten Minute an verfahren“, so drückte es Coach Haupt nach dem Spiel aus. Nach dem 5:4 in der 7. Minute zog der Spitzenreiter schnell auf 11:7 davon. Auf Hockenheimer Seite stellten sich lediglich Lukas Pflaumbaum (7), Christian Lützel (4) und Sebastian Schüßler (4) dagegen, ohne allerdings das Blatt wenden zu können. Beim 21:13 zur Pause war die Partie entschieden. Zu allem Überfluss zog sich Pflaumbaum dann auch noch eine Knieverletzung zu und musste passen…

HSV II: Stohner; Hofmann (2), Pflaumbaum (7), Schüßler (4/1), Neumann, Lützel (4), Dreher, Haasis (1), Häußler (2), H. Gubernatis (3/2).   teu

Der HSV kann auswärts keinen Blumentopf gewinnen

Handball-Badenliga: Hockenheim kassiert in Hardheim die nächste Pleite und verliert auch noch Mirko Hess.

 

Eine Woche nach der sehr guten Leistung beim Derbysieg gegen die HSG St. Leon / Reilingen hat der HSV Hockenheim in der Handball-Badenliga sein nächstes Auswärtsspiel beim Odenwaldvertreter TV Hardheim glatt mit 23:28 (10:17)-Toren verloren und ist noch ärger in den Abstiegsstrudel der Liga hineingerutscht. Aber die Hockenheimer haben nicht nur die beiden wichtigen Zähler abgeben müssen, sie verloren gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit auch ihren Leistungsträger Mirko Hess, der mit erstem Verdacht auf Bänderriss im linken Fuß vom Platz getragen werden musste. Doch das nicht genug. Auch Rückraumspieler Max Rausch – mit vier Treffern in der Anfangsphase gerade groß in Fahrt gekommen – musste mit einer Fingerverletzung schon nach 13 Minuten passen, ihm folgte im zweiten Durchgang auch Elyasa Balci mit einer Blessur an der Wurfhand. Und für Pascal Freiseis hatte es von Anfang an wegen Rückenproblemen nur zu Kurzeinsätzen gereicht. Tatsächlich hat HSV-Physiotherapeut Stefan Grün so viel Arbeit wie noch nie in dieser Saison.

Dabei hatte der Arbeitstag für den HSV in Hardheim verheißungsvoll begonnen. Der lange Zeit verletzte Spielführer Philippe Schinke meldete sich bedingt einsatzfähig und unterstützte nach Rauschs Ausfall wenigstens die Offensive und Sergiu Dumitru verlieh in großer Personalnot der Abwehr im zweiten Durchgang Sicherheit.

Doch das Spiel hatten die Hockenheimer schon in der ersten Halbzeit verloren. Nach Rauschs 1:0 für den HSV nach knapp drei Minuten lieferten die Schützlinge von Trainer Daniel Müller fast eine Viertelstunde ein ausgeglichenes Spiel – 7:6. Doch danach kam plötzlich ein Riss in den Spielaufbau der Rennstädter. Es hatte ganz den Eindruck, dass jeder Hockenheimer die Begegnung alleine entscheiden wollte. Der Nebenmann wurde nicht gesehen, zu oft wurden falsche Entscheidungen getroffen und innerhalb von nur fünf Minuten lagen die Odenwälder mit 11:7 Toren vorn. Hinzu kam jetzt auch noch unnötige Hektik beim Gast, der bis zur Pause total den Überblick verlor und ein Gegentor nach dem anderen einstecken musste. Die Folge war der entscheidende 10:17-Rückstand zur Halbzeit. Die wenigen Hockenheimer Anhänger verstanden die Welt nicht mehr. Gegenüber der Vorwoche schien eine ganz andere Hockenheimer Mannschaft auf dem Feld zu stehen. Alle damaligen Vorzüge waren wie weggeblasen…

In den zweiten 30 Minuten dann wenigstens einigermaßen Ergebniskosmetik beim HSV – allerdings immer wieder unterbrochen von personellen Ausfällen. Als Simon Gans zwölf Minuten vor dem Ende den Treffer zum 16:19 anbringen konnte, keimte etwas Hoffnung auf, doch Dennis Orf – zusammen mit Spielmacher Robin Steinbach und dessen Bruder Philipp die Besten bei Hardheim – machte mit den Toren zum 21:16 wieder alles zunichte.

„Wir waren heute keine Mannschaft. Wir haben es in vielen Situationen auch an Disziplin mangeln lassen und müssen uns diese Niederlage selbst zuschreiben. Jetzt müssen wir am kommenden Sonntag alles daran setzten, gegen die TSG Plankstadt zu gewinnen, um nicht auf einem Absteigerplatz überwintern zu müssen“, zeigte sich HSV-Kapitän Schinke selbstkritisch. Für Coach Müller brachte dieses Spiel wieder einmal eine neue Erkenntnis: „Wir hatten uns doch so viel vorgenommen, nach einer Viertelstunde waren die Vorsätze vergessen. Wir finden auswärts einfach nicht zu einer konstanten Leistung…“

HSV: Rojban, Lang; Freiseis, Schwögler, Anschütz (1), Balci (1), F. Gubernatis (1), Hess (3/1), Diehm (5), Rausch (4), Dumitru, Meyer, Schinke (1), Gans (7).     teu

Der HSV Hockenheim startet jetzt eine Aufholjagd

Handball-Badenliga: Hockenheim gastiert am Samstag um 19.30 Uhr beim TV Hardheim.

So spannend und ausgeglichen wie selten verläuft die Saison in der Handball-Badenliga. Lediglich an der Position des immer noch unbesiegten Tabellenführers TSV Amicitia Viernheim gibt es keine Zweifel. Ansonsten kann jeder den anderen besiegen und deshalb ist vor allem das Tabellenbild ganz eng beisammen. Den Achten HSV Hockenheim und den 14. und Letzten TV Bretten trennen ganze drei Zähler. Das macht deutlich, welch große Bedeutung dem nächsten Spiel des HSV am kommenden Samstag zum 19.30 Uhr beim TV Hardheim, der derzeit sechs Zähler aufweist, zukommt. „Für uns sind nächsten Partien in Hardheim und zu Hause gegen die TSG Eintracht Plankstadt allesamt Endspiele, die wir gewinnen müssen, um einen sicheren Platz in der Winterpause zu belegen“, macht Hockenheims Spielführer Philippe Schinke die Bedeutung der nächsten Begegnungen deutlich. Und auch sein Trainer Daniel Müller bekräftigt: „Wir müssen den glatten Erfolg gegen die HSG St. Leon / Reilingen jetzt bestätigen, dass das keine Eintagsfliege war. Wenn wir mit derselben Begeisterung und Einsatzwillen im Odenwald auftreten, dann können wir auch dort Zählbares holen.

Die Trainingstage in dieser Woche verliefen großenteils zufriedenstellend. Lediglich Pascal Freiseis brachte aus dem Derby eine Rückenblessur und einen Cut unter dem Auge mit. Sein Einsatz scheint gefährdet. Dagegen könnte erstmals seit langem wieder Schinke mitwirken. Beim ebenfalls nicht verwöhnten Gastgeber TV Hardheim müssen die Hockenheimer vor allem auf die Steinbach-Brüder Philipp und Robin, Thomas Withopf und Neuzugang Dennis Orf achten. teu

Der HSV setzt beim 30:21-Erfolg ganz neue Maßstäbe

Handball-Badenliga: Hockenheim klarer Derbysieger gegen die HSG St. Leon / Reilingen.

In der Handball-Badenliga ist dem HSV Hockenheim beim hochverdienten 30:21 (13:6)-Heimsieg im Derby gegen die HSG St. Leon / Reilingen ein ganz wichtiger Befreiungsschlag gelungen. „Das war endlich wieder mal ein fightender HSV, so wie ganz oft in der Vergangenheit“, lobte und freute sich gleichzeitig Hockenheims Hubert Renz vom Betreuerstab. Tatsächlich haben die Hockenheimer nach einer Reihe von enttäuschenden Vorstellungen ausgerechnet in diesem Prestige-trächtigen Duell ganz neue Maßstäbe gesetzt. Das Team von Trainer Daniel Müller hat ein Großteil der Vorgaben alle umgesetzt. Von der ersten Minute an präsentierte sich der HSV mit viel Willen, Einsatzbereitschaft, aber auch mit einer gehörigen Durchschlagskraft in der Offensive den zahlreichen Zuschauern in der Rudolf-Harbig-Halle seinen Anhängern, die von einem „ganz neuen HSV“ hellauf begeistert waren. Dagegen enttäuschten die HSG-Spieler auf der ganzen Linie. Ihr Betreuer Carsten Lansche war nach den 60 Minuten angefressen: „Wir haben rein gar nichts umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Hockenheim hat auch in dieser Höhe gewonnen“, so beurteilte der Hockenheimer in HSG- Diensten die Partie.

Obwohl der HSV auch in diesem Spiel auf die immer noch angeschlagenen Akteure Philippe Schinke, Niklas Korz, Sergiu Dumitru und 55 Minuten lang auch auf Felix Gubernatis verzichten musste, entwickelte sich von Anfang an ein einseitiges Spiel, das vom unbedingten Sieges-Willen des HSV geprägt war. Noch selten hatten die HSV-Fans einen solch konzentriert agierenden Abwehr-Verband erleben dürfen, wie an diesem denkwürdigen Abend. Minutenlanger Beifall nach dem Schlusspfiff hat man in dieser Saison lange nicht mehr erleben dürfen.

Der Hockenheimer Sieg hatte Namen. Da stand mit David Rojban ein Keeper zwischen den Pfosten, der nicht nur 23 HSG-Würfe abwehren konnte, sondern auch lautstark seine Vorderleute dirigierte und das Duell mit seinen HSG-Konkurrenten um Längen gewann. Da wuchsen mit Max Rausch (6 Treffer), Pascal Freiseis (5) und Simon Gans (8) Rückraumwerfer in den Vordergrund, die ihre „Künste“ lange Zeit verborgen hatten und da stand plötzlich mit Marius Meyer ein Defensiv-Spieler in der Leistungsbewertung ganz weit vorn, der nicht nur lautstark seine Mitspieler anwies, sondern zusätzlich noch drei Tore vom Kreis platzierte. Dabei soll die Leistung der anderen Hockenheimer keinesfalls geschmälert werden. „Wir haben heute als tolles Team den Gegner bezwungen. Diese Gesamtleistung macht mich zuversichtlich“, sprach auch Hockenheims Team-Manager Manuel Haasis ein Gesamtlob aus. Dagegen herrschte auf der HSG-Seite nur Frust. „Wir haben zu keiner Phase Normalleistung abgeliefert. Das war eine enttäuschende Vorstellung ausgerechnet in diesem wichtigen Spiel“, grantelte HSG-Coach Bernd Feldmann.

Die Hockenheimer Dominanz war von der ersten Minute an deutlich. Max Rausch eröffnete das Derby mit einem sehenswerten Kracher, Marius Meyer und Pascal Freiseis stellten auf 3:0, bevor Marek Bujdos den ersten Gäste-Treffer anbringen konnte. In der Folge profitierte die HSG mehr von HSV-Patzern und kam bis zur 16. Minute zum 6:5. Dann entwickelte sich aber ein wahrer Hockenheimer Sturmlauf bis zur 29. Minute. Da gelang der St. Leoner und Reilinger Spiel-Gemeinschaft nur ein einziger Treffer. Hockenheim erhöhte in diesen 13 Minuten auf 13:6 und sorgte für die Vorentscheidung.

Nach dem Wechsel hielt das konzentrierte HSV-Spiel an. Hockenheim baute zeitweise die Führung bis auf zehn Tore aus und hielt den Kontrahenten deutlich auf Distanz. Bis zum Schlusspfiff musste der Sieger fast keine brisante Situation überstehen. Nur eine dumme Abwehraktion von Janis Huber an Pascal Freiseis sorgte für Ärger und die rote Karte für den HSGler in einer ansonsten sehr fairen Partie.

HSV: Rojban, Lang; Freiseis (5), Anschütz (1), Schwögler, Gans (8), Balci (2), F. Gubernatis, Hess (4), Diehm (1), Dumitru, Rausch (6), Meyer (3).

HSG: Winter, Schmidt; Bujdos (4), Rausch (1), Körner, Schmitt (1), Lechner, Kikillus (4), Krepper (3), Manke, Decker (5/3), Menger (3), Huber, Antl.   teu

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Handball-Kreisliga: Haupt-Truppe war beim 23:35 in Weinheim ohne Chance.

Personell arg gehandicapt musste die zweite Hockenheimer HSV-Mannschaft beim Tabellenführer der 2. Handball-Kreisliga, TSG Weinheim, antreten und verlor deutlich mit 23:35 (13:21)-Toren. Damit büßte die Truppe von Trainer Markus Haupt auch ihre gute Position in der Verfolgergruppe ein. Die verletzten oder unabkömmlichen Stammspielern Chris Roth, Osman Sidaoui, Lukas Fritsch, Luca Mansell und Vincent Jurlina mussten allesamt ersetzt werden. Dafür feierte der bereits 40-jährige Stephan Neumann nach neun Monaten sein Comeback und auch Manuel Haasis – eigentlich Team-Manager der ersten Mannschaft – half der „Zweiten“ aus der Personalnot.

Doch „der Karren war praktisch von der ersten Minute an verfahren“, so drückte es Coach Haupt nach dem Spiel aus. Nach dem 5:4 in der 7. Minute zog der Spitzenreiter schnell auf 11:7 davon. Auf Hockenheimer Seite stellten sich lediglich Lukas Pflaumbaum (7), Christian Lützel (4) und Sebastian Schüßler (4) dagegen, ohne allerdings das Blatt wenden zu können. Beim 21:13 zur Pause war die Partie entschieden. Zu allem Überfluss zog sich Pflaumbaum dann auch noch eine Knieverletzung zu und musste passen…

HSV II: Stohner; Hofmann (2), Pflaumbaum (7), Schüßler (4/1), Neumann, Lützel (4), Dreher, Haasis (1), Häußler (2), H. Gubernatis (3/2).   teu

Handball-Badenliga: Hockenheim kassiert in Hardheim die nächste Pleite und verliert auch noch Mirko Hess.

 

Eine Woche nach der sehr guten Leistung beim Derbysieg gegen die HSG St. Leon / Reilingen hat der HSV Hockenheim in der Handball-Badenliga sein nächstes Auswärtsspiel beim Odenwaldvertreter TV Hardheim glatt mit 23:28 (10:17)-Toren verloren und ist noch ärger in den Abstiegsstrudel der Liga hineingerutscht. Aber die Hockenheimer haben nicht nur die beiden wichtigen Zähler abgeben müssen, sie verloren gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit auch ihren Leistungsträger Mirko Hess, der mit erstem Verdacht auf Bänderriss im linken Fuß vom Platz getragen werden musste. Doch das nicht genug. Auch Rückraumspieler Max Rausch – mit vier Treffern in der Anfangsphase gerade groß in Fahrt gekommen – musste mit einer Fingerverletzung schon nach 13 Minuten passen, ihm folgte im zweiten Durchgang auch Elyasa Balci mit einer Blessur an der Wurfhand. Und für Pascal Freiseis hatte es von Anfang an wegen Rückenproblemen nur zu Kurzeinsätzen gereicht. Tatsächlich hat HSV-Physiotherapeut Stefan Grün so viel Arbeit wie noch nie in dieser Saison.

Dabei hatte der Arbeitstag für den HSV in Hardheim verheißungsvoll begonnen. Der lange Zeit verletzte Spielführer Philippe Schinke meldete sich bedingt einsatzfähig und unterstützte nach Rauschs Ausfall wenigstens die Offensive und Sergiu Dumitru verlieh in großer Personalnot der Abwehr im zweiten Durchgang Sicherheit.

Doch das Spiel hatten die Hockenheimer schon in der ersten Halbzeit verloren. Nach Rauschs 1:0 für den HSV nach knapp drei Minuten lieferten die Schützlinge von Trainer Daniel Müller fast eine Viertelstunde ein ausgeglichenes Spiel – 7:6. Doch danach kam plötzlich ein Riss in den Spielaufbau der Rennstädter. Es hatte ganz den Eindruck, dass jeder Hockenheimer die Begegnung alleine entscheiden wollte. Der Nebenmann wurde nicht gesehen, zu oft wurden falsche Entscheidungen getroffen und innerhalb von nur fünf Minuten lagen die Odenwälder mit 11:7 Toren vorn. Hinzu kam jetzt auch noch unnötige Hektik beim Gast, der bis zur Pause total den Überblick verlor und ein Gegentor nach dem anderen einstecken musste. Die Folge war der entscheidende 10:17-Rückstand zur Halbzeit. Die wenigen Hockenheimer Anhänger verstanden die Welt nicht mehr. Gegenüber der Vorwoche schien eine ganz andere Hockenheimer Mannschaft auf dem Feld zu stehen. Alle damaligen Vorzüge waren wie weggeblasen…

In den zweiten 30 Minuten dann wenigstens einigermaßen Ergebniskosmetik beim HSV – allerdings immer wieder unterbrochen von personellen Ausfällen. Als Simon Gans zwölf Minuten vor dem Ende den Treffer zum 16:19 anbringen konnte, keimte etwas Hoffnung auf, doch Dennis Orf – zusammen mit Spielmacher Robin Steinbach und dessen Bruder Philipp die Besten bei Hardheim – machte mit den Toren zum 21:16 wieder alles zunichte.

„Wir waren heute keine Mannschaft. Wir haben es in vielen Situationen auch an Disziplin mangeln lassen und müssen uns diese Niederlage selbst zuschreiben. Jetzt müssen wir am kommenden Sonntag alles daran setzten, gegen die TSG Plankstadt zu gewinnen, um nicht auf einem Absteigerplatz überwintern zu müssen“, zeigte sich HSV-Kapitän Schinke selbstkritisch. Für Coach Müller brachte dieses Spiel wieder einmal eine neue Erkenntnis: „Wir hatten uns doch so viel vorgenommen, nach einer Viertelstunde waren die Vorsätze vergessen. Wir finden auswärts einfach nicht zu einer konstanten Leistung…“

HSV: Rojban, Lang; Freiseis, Schwögler, Anschütz (1), Balci (1), F. Gubernatis (1), Hess (3/1), Diehm (5), Rausch (4), Dumitru, Meyer, Schinke (1), Gans (7).     teu

Handball-Badenliga: Hockenheim gastiert am Samstag um 19.30 Uhr beim TV Hardheim.

So spannend und ausgeglichen wie selten verläuft die Saison in der Handball-Badenliga. Lediglich an der Position des immer noch unbesiegten Tabellenführers TSV Amicitia Viernheim gibt es keine Zweifel. Ansonsten kann jeder den anderen besiegen und deshalb ist vor allem das Tabellenbild ganz eng beisammen. Den Achten HSV Hockenheim und den 14. und Letzten TV Bretten trennen ganze drei Zähler. Das macht deutlich, welch große Bedeutung dem nächsten Spiel des HSV am kommenden Samstag zum 19.30 Uhr beim TV Hardheim, der derzeit sechs Zähler aufweist, zukommt. „Für uns sind nächsten Partien in Hardheim und zu Hause gegen die TSG Eintracht Plankstadt allesamt Endspiele, die wir gewinnen müssen, um einen sicheren Platz in der Winterpause zu belegen“, macht Hockenheims Spielführer Philippe Schinke die Bedeutung der nächsten Begegnungen deutlich. Und auch sein Trainer Daniel Müller bekräftigt: „Wir müssen den glatten Erfolg gegen die HSG St. Leon / Reilingen jetzt bestätigen, dass das keine Eintagsfliege war. Wenn wir mit derselben Begeisterung und Einsatzwillen im Odenwald auftreten, dann können wir auch dort Zählbares holen.

Die Trainingstage in dieser Woche verliefen großenteils zufriedenstellend. Lediglich Pascal Freiseis brachte aus dem Derby eine Rückenblessur und einen Cut unter dem Auge mit. Sein Einsatz scheint gefährdet. Dagegen könnte erstmals seit langem wieder Schinke mitwirken. Beim ebenfalls nicht verwöhnten Gastgeber TV Hardheim müssen die Hockenheimer vor allem auf die Steinbach-Brüder Philipp und Robin, Thomas Withopf und Neuzugang Dennis Orf achten. teu

Handball-Badenliga: Hockenheim klarer Derbysieger gegen die HSG St. Leon / Reilingen.

In der Handball-Badenliga ist dem HSV Hockenheim beim hochverdienten 30:21 (13:6)-Heimsieg im Derby gegen die HSG St. Leon / Reilingen ein ganz wichtiger Befreiungsschlag gelungen. „Das war endlich wieder mal ein fightender HSV, so wie ganz oft in der Vergangenheit“, lobte und freute sich gleichzeitig Hockenheims Hubert Renz vom Betreuerstab. Tatsächlich haben die Hockenheimer nach einer Reihe von enttäuschenden Vorstellungen ausgerechnet in diesem Prestige-trächtigen Duell ganz neue Maßstäbe gesetzt. Das Team von Trainer Daniel Müller hat ein Großteil der Vorgaben alle umgesetzt. Von der ersten Minute an präsentierte sich der HSV mit viel Willen, Einsatzbereitschaft, aber auch mit einer gehörigen Durchschlagskraft in der Offensive den zahlreichen Zuschauern in der Rudolf-Harbig-Halle seinen Anhängern, die von einem „ganz neuen HSV“ hellauf begeistert waren. Dagegen enttäuschten die HSG-Spieler auf der ganzen Linie. Ihr Betreuer Carsten Lansche war nach den 60 Minuten angefressen: „Wir haben rein gar nichts umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Hockenheim hat auch in dieser Höhe gewonnen“, so beurteilte der Hockenheimer in HSG- Diensten die Partie.

Obwohl der HSV auch in diesem Spiel auf die immer noch angeschlagenen Akteure Philippe Schinke, Niklas Korz, Sergiu Dumitru und 55 Minuten lang auch auf Felix Gubernatis verzichten musste, entwickelte sich von Anfang an ein einseitiges Spiel, das vom unbedingten Sieges-Willen des HSV geprägt war. Noch selten hatten die HSV-Fans einen solch konzentriert agierenden Abwehr-Verband erleben dürfen, wie an diesem denkwürdigen Abend. Minutenlanger Beifall nach dem Schlusspfiff hat man in dieser Saison lange nicht mehr erleben dürfen.

Der Hockenheimer Sieg hatte Namen. Da stand mit David Rojban ein Keeper zwischen den Pfosten, der nicht nur 23 HSG-Würfe abwehren konnte, sondern auch lautstark seine Vorderleute dirigierte und das Duell mit seinen HSG-Konkurrenten um Längen gewann. Da wuchsen mit Max Rausch (6 Treffer), Pascal Freiseis (5) und Simon Gans (8) Rückraumwerfer in den Vordergrund, die ihre „Künste“ lange Zeit verborgen hatten und da stand plötzlich mit Marius Meyer ein Defensiv-Spieler in der Leistungsbewertung ganz weit vorn, der nicht nur lautstark seine Mitspieler anwies, sondern zusätzlich noch drei Tore vom Kreis platzierte. Dabei soll die Leistung der anderen Hockenheimer keinesfalls geschmälert werden. „Wir haben heute als tolles Team den Gegner bezwungen. Diese Gesamtleistung macht mich zuversichtlich“, sprach auch Hockenheims Team-Manager Manuel Haasis ein Gesamtlob aus. Dagegen herrschte auf der HSG-Seite nur Frust. „Wir haben zu keiner Phase Normalleistung abgeliefert. Das war eine enttäuschende Vorstellung ausgerechnet in diesem wichtigen Spiel“, grantelte HSG-Coach Bernd Feldmann.

Die Hockenheimer Dominanz war von der ersten Minute an deutlich. Max Rausch eröffnete das Derby mit einem sehenswerten Kracher, Marius Meyer und Pascal Freiseis stellten auf 3:0, bevor Marek Bujdos den ersten Gäste-Treffer anbringen konnte. In der Folge profitierte die HSG mehr von HSV-Patzern und kam bis zur 16. Minute zum 6:5. Dann entwickelte sich aber ein wahrer Hockenheimer Sturmlauf bis zur 29. Minute. Da gelang der St. Leoner und Reilinger Spiel-Gemeinschaft nur ein einziger Treffer. Hockenheim erhöhte in diesen 13 Minuten auf 13:6 und sorgte für die Vorentscheidung.

Nach dem Wechsel hielt das konzentrierte HSV-Spiel an. Hockenheim baute zeitweise die Führung bis auf zehn Tore aus und hielt den Kontrahenten deutlich auf Distanz. Bis zum Schlusspfiff musste der Sieger fast keine brisante Situation überstehen. Nur eine dumme Abwehraktion von Janis Huber an Pascal Freiseis sorgte für Ärger und die rote Karte für den HSGler in einer ansonsten sehr fairen Partie.

HSV: Rojban, Lang; Freiseis (5), Anschütz (1), Schwögler, Gans (8), Balci (2), F. Gubernatis, Hess (4), Diehm (1), Dumitru, Rausch (6), Meyer (3).

HSG: Winter, Schmidt; Bujdos (4), Rausch (1), Körner, Schmitt (1), Lechner, Kikillus (4), Krepper (3), Manke, Decker (5/3), Menger (3), Huber, Antl.   teu

Handball-Kreisliga: Hockenheim II erreicht gegen TSV 1846 Mannheim ein 33:33.

Ein Spitzenspiel in der Handball-Kreisliga II zeigte die zweite Vertretung des HSV Hockenheim gegen Tabellenführer TSV 1846 Mannheim. Dass sich nach einem rasanten Spiel schließlich beide Kontrahenten 33:33 (17:16) trennten, war letztendlich verdient, denn beide Mannschaften standen sich in Punkto Einsatzbereitschaft und Kampf nicht viel nach. Dabei sah es zu Spielbeginn ganz so aus, als ob der HSV die Mannheimer geradezu vom Feld fegen würde, denn nach sechs Minuten stand das Treffen 6:1 (!) für die Truppe von Coach Markus Haupt. Doch die Gäste kamen im Lauf der ersten Halbzeit heran und profitierten dabei vor allem von der Treffsicherheit ihrer beiden Rückraumschützen Franklin Marshall (8) und Thomas Zimmermann (9), sowie der guten Siebenmeter-Verwertung von Martin Vogt (7/6).

Dank einer guten Chancenverwertung – vor allem von Lukas Pflaumbaum (9), Henrik Gubernatis (6),   Sebastian Schüßler (5), Rouven Hoffmann und Manuel Haasis (beide je 4) – behauptete Hockenheim in der ersten Halbzeit die mehr oder wenig deutliche Führung. Kurz vor der Pause kamen die Mannheimer aber auf 17:16 heran und jeder war sich bewusst, dass im zweiten Durchgang Schwerstarbeit auf den HSV zukommen würde. Und so war es auch. Denn der Gast übernahm sogar in der 41. Minute mit 23:22 die Führung, die anschließend stets hin und her wechselte. Imponierend spielte in dieser Phase der 18-jährige HSV-Youngster Rouven Hoffmann auf, der vier blitzsaubere Treffer erzielte, obwohl er kurz zuvor schon bei der SG-Horan-A-Jugendmannschaft eingesetzt worden war – und dort beim 39:30-Sieg gegen den SV Waldhof gleich 14 Mal erfolgreich war.  Zwei Minuten vor dem Ende hatte gerade Pflaumbaum das 32:30 erzielt, doch schon im Gegenzug markierte der TSV das Anschlusstor. Erneut Pflaumbaum setzte das 33. HSV-Tor dagegen, doch in der Schlussminute behielt Mannheim den Überblick und glich noch aus.

„Wir sind in der entscheidenden Endphase in unnötige Hektik verfallen und haben den einen Punkt etwas fahrlässig hergegeben. Dennoch war es ein gutes Spiel gegen einen starken Gegner von uns“, so beurteilte hernach Henrik Gubernatis den Auftritt seines Teams.

HSV II: Stohner, Mansel, Schwarz; Hoffmann (4), Pflaumbaum (9), Schüßler (5/1), Lützel (1), Jurlina, Dreher (1), Haasis (4), Roth, Häußler (3), H. Gubernatis (6), Sidaoui.     teu

Handball-Badenliga: Derby Hockenheim – St. Leon / Reilingen am Sonntag in der Rudolf-Harbig-Halle.

Gewaltig verschoben hat sich in dieser Saison das Leistungsgefüge der Mannschaften aus unserem Umfeld in der Handball-Badenliga. Das gilt vor allem für den HSV Hockenheim, der sich fünf Jahre lang im Führungsdrittel der Liga gesonnt hatte, sogar einmal auf dem Sprung in die Oberliga Baden-Württemberg war, aber jetzt massiv gegen den Abstieg kämpft. Dagegen ist die HSG St. Leon / Reilingen längst aus dem Schattendasein vergangener Jahre herausgewachsen und sich als derzeit Tabellendritter eine sehr gute Ausgangsposition erkämpft. Und diese beiden Erzrivalen stehen sich am kommenden Sonntag ab 17.30 Uhr in der Hockenheimer Rudolf-Harbig-Halle nach längerer Zeit wieder in einem Pflichtspiel gegenüber.

Für HSV-Vorstandsmitglied Henrik Gubernatis ist die Ausgangslage für seinen Verein klar: „Wir gehen als Außenseiter in dieses Duell – aber Außenseitererfolge gibt es besonders auch in Nachbarderbys…“ Nach den stabilen Abwehrleistungen – trotz der knappen Niederlage – zuletzt in Knielingen steht das Hockenheimer Trainergespann Daniel Müller und Hendrik Nees unter gewaltigem Druck, denn vor allem zu Hause darf es jetzt keine Pleite mehr geben. „Wir müssen gegen die HSG wieder alte HSV-Tugenden aufs Feld bringen. Das heißt im Klartext: Leidenschaft, Einsatz, Biss müssen mit im Vordergrund stehen. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr, jeder muss auf die Zähne beißen, wir müssen die richtigen Entscheidungen treffen…“, macht Müller deutlich und fordert vor allem von seinen Angreifern „eine deutlich höhere Erfolgsquote als in den beiden letzten Spielen“.

Über den jeweiligen Gegner haben sich die Kontrahenten längst kundig gemacht. Auf Hockenheimer Seite wird man auf die erfolgreichsten HSG-Werfer Jonas Krepper, Christian Decker und Marvin Kikillus, sowie auf Spielmacher Andreas Rausch ein Augenmerk legen. Bei der eigenen Mannschaft steht nach wie vor ein großes Fragezeichen hinter dem Fuß-verletzten Felix Gubernatis und dem an der linken Hand gehandicapten Kapitän Philippe Schinke.   teu

Handball-Kreisliga: HSV II geht beim SV Waldhof II 25:33 unter.

Einen gehörigen Rückschlag hat die zweite Mannschaft des HSV Hockenheim in der 2. Handball-Kreisliga einstecken müssen. Beim vermeintlichen Außenseiter SV Waldhof II verlor die zuvor so erfolgreiche Mannschaft von Trainer Markus Haupt deutlich mit 25:33 (14:14)-Toren und befindet sich jetzt in der Tabelle wieder in der Verfolgerrolle. Allerdings musste HSV II in der ungeliebten Mannheimer Herbert-Lucy-Sporthalle stark ersatzgeschwächt antreten. U.a. fehlten die Leistungsträger Chris Roth, Benedikt Stohner, Max Lutz, Moritz Schränkler und David Dreher fiel früh verletzt aus. Das alles wollte Coach Haupt aber nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Wir haben in der zweiten Halbzeit total unser Konzept verloren, nachdem wir in der ersten Hälfte gut mit gemischt haben. Nach dem 20:17 in der 43. Minute haben wir auch in der Abwehr keinen Zugriff auf die Waldhöfer gehabt“, ärgerte sich Haupt über die „viel zu hohe Niederlage“.

In erster Linie war es der 17-fache (!) Waldhof-Torschütze Tobias Herm, der den HSV-Defensivkräften ein ums andere Mal entwischte. Hinzu kamen gleich drei vergebene Siebenmeter. In der ersten Halbzeit sah es noch gut für die Hockenheimer aus, die 7:6, und 11:10 führten. In Hälfte zwei war das Treffen früh entschieden. Lediglich Philipp Häußler und Henrik Gubernatis erreichten annähernd ihre Normalform.

HSV II: Mansel, Schwarz; Hoffmann (1), Pflaumbaum (3), Schüßler (5/1), Lützel (3), Jurlina (1), Dreher, H. Gubernatis (6/1), Häußler (6), Sidaoui.   teu